In dem für 2011 geplanten Lexikon werden mehr als 300 Kunsthandlungen beschrieben
Die Kopfeinträge der bisher fertiggestellten etwa 250 Einträge (Stand: November 2009) finden Sie hier
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
Wie die fertigen Einträge aussehen werden, wird durch die folgenden Mustereinträge dokumentiert
MUSTEREINTRÄGE
BUCH - UND KUNSTHEIM K. & E. TWARDY, Berlin DR. FRITZ GOLDSCHMIDT DR. VICTOR WALLERSTEIN, Berlin NEUE GALERIE, Berlin
MARIA KUNDE, Hamburg KUNSTHAUSGOYERT, Köln
BUCH - UND KUNSTHEIM K. & E. TWARDY
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Potsdamerstrasse 12 (bis etwa 1932); Königin-Augusta-Strasse 23 (1933); Kniprodestrasse 10 (1934)
Inhaber: Käte und Emma Twardy (1919-1928); Emma Twardy (ab 1928)
Mitarbeiter: Elena Lissner-Blomberg
Bestand: 1919-(1935)
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Kunstgewerbehandlung
„Gnosis, Buddha, Laotse. Mystik. Neue Kunst. Ausstellung v. Boddien, Götz, Goesch, Kandinsky, Waske, Weber, Zierath.“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 22 v. November 1920, Anzeigenseite; Das Kunstblatt. H. 11 v. November 1920, Umschlagseite 2); „Buddhismus, Gnosis. Ostasiatische und ‚Neue Kunst’. Künstler: von Boddien, Eckertz, Götz, Gösch, Herzog, Jäckel, Meidner, Melzer, Mutzenbecher, Oehme, Pepinski, von Rebay, Ring, Taut, Waske, Weber, Zierath.“ (Anzeige in: Grosse Berliner Kunstausstellung 1921 im Landesausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof, S. IV); „Bücher zur Kunst, Philosophie, Religion. Ausstellungen von neuzeitlichem Kunstgewerbe, Handweberei-Erzeugnissen.“ (Anzeige in: Juryfreie Kunstschau Berlin 1925, Anzeigenseite); „Handwebereien, Bekleidungsstoffe, Stoffe für Innenräume, Teppiche, Beleuchtungskörper, Hüte, Schmuck, Bücher, Neue Kunst.“ (Anzeige in: Juryfreie Kunstschau Berlin 1927, Anzeigenseite)
Ausstellungen:
1920: Heinrich von Boddien, Arthur Götz, Paul Goesch, Wassily Kandinsky, Erich Waske, Vincent Weber, Willy Zierath; Zeichnungen und Aquarelle von Kindern
1921: Waldemar Eckertz; Paul Goesch, Heinrich von Boddien; Tibetanische Stoffmalereien und persische Miniaturen; Oswald Herzog; Moriz Melzer, Thomas Ring
1922: Fritz Stuckenberg; Paul Goesch; Carl Krayl, Hermann Finsterlin, Hans Scharoun; Russische Kinderzeichnungen; Elena Lissner-Blomberg, Iwan Puni
1923: Erwin Hass; Chinesische Rollbilder; Alexander Archipenko, Georges Braque, Juan Gris, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emil Nolde, Kurt Schwitters; Willy Baumeister; Walter Dexel; Willy Baumeister; Paul Grunwaldt; Issachar Ryback, Max Band
1924: Moriz Melzer; Ellen von Rathleff-Keilmann, Harriet von Rathleff-Keilmann
1925: Ina Hossfeld
1926: Werner Gothein
1927: Schüler der Malschule Arthur Segal (dabei: Anneliese Ratkowski)
Verlag:
Oswald Herzog: Plastik. Sinfonie des Lebens. Mit einem Vorwort von Bruno W. Reimann. Mit 3 Originalholzschnitten, 1921
Eugen Heinrich Schmitt: Dante. Göttliche Komödie im Lichte der intuitiven Erkenntnis, 1921
Lothar Treuge: Die Apotheose der Masse, 1920
Ernst Ewalt: Das All in uns. Eine Offenbarung unserer inneren Welt
Bemerkung:
Unter dem Namen „Buch- und Kunstheim K. & E. Twardy“ gründeten Käthe und Emma Twardy am 20. Mai 1919 in Zoppot (Freistaat Danzig), Seestrasse 39/41 ihre Buch- und Kunsthandlung und expandierten wenig später (wohl im Herbst 1920) nach Berlin, wo sie in der Potsdamerstrasse 12 unter dem gleichen Namen ein kleines Lokal bezogen, das, wie Hans Siemsen schrieb, nur aus einem einzigen Raum bestand, der „nicht größer war als ein sehr kleiner Zigarettenladen“ (Hans Siemsen: Kinderzeichnungen.- in: Die Weltbühne. Nr. 3 v. 20. 1. 1921, S. 76-77).
„Das Buch- und Kunstheim K. & E. Twardy, Potsdamer Straße 12, wirbt in seinem kleinen, qualitätsreichen Laden durch Ausstellungen von Künstlern wie Kandinsky, Goesch, v. Boddien, Goetz und Zierath sowie durch Diskussionsabende, veranstaltet von jungen Künstlern, in erfreulicher Weise für die Idee der neuen Kunst.“ (Der Cicerone. H. 21 v. 28. 10. 1920, S. 803)
Das Programm der Buch- und Kunsthandlung wurde in zahlreichen Anzeigen (siehe oben) dargelegt: Philosophie, Religion, ostasiatische Kunst und neue Kunst, später ergänzt um Ausstellungen von neuzeitlichem Kunstgewerbe und Handweberei-Erzeugnissen.
Neben den Ausstellungen zeitgenössischer Künstler - bevorzugt Mitglieder der „Novembergruppe“ - gab es Präsentationen aussereuropäischer Kunst, beispielsweise tibetanische Malerei: „Das Buch- und Kunstheim Twardy schließlich hatte, in Zusammenhang mit den dort stattfindenden Vortragszyklen, einige Dutzend […] tibetanische Stoffmalereien und hellfarbige persischen Miniaturen aus Privatbesitz zusammengebracht […] denen zu begegnen man - auch in Museen - nur selten Gelegenheit hat.“ (Feuer. H. 7/8 v. April/Mai 1921, S. 459-460)
Das Programm ähnelt der Galerie -->>GARVENS in Hannover und tatsächlich war Herbert Garvens von Garvensburg Kunde bei Twardy: „Auch ein Herr Garvens aus Hannover kam oft zu Twardy und kaufte von mir Stickereien oder Zeichnungen.“ (Elena Liessner-Blomberg: Romanisches Café.- zitiert nach: Russen in Berlin 1991, S. 338)
Um 1922 wird die Künstlerin Elena Liessner-Blomberg Mitarbeiterin bei Twardy (Liessner-Blomberg 1978, S. 118), worüber sie berichtet: „Ich machte Stickereien und ging damit hausieren. Bei Twardy […] hatte ich Glück. Sie engagierten mich als ihre rechte Hand. Bei Twardy, einer Buchhandlung, die auch Kunst ausstellte, sah ich täglich berühmte Leute, Archipenko, Kandinsky, Moholy-Nagy. Sie kamen von Herwarth Waldens ‚Sturm’, sein Laden lag direkt gegenüber. Kandinsky sprach mit mir russisch. Ich brachte ihm eine Mappe mit Kinderzeichnungen von meiner Kindergruppe in Moskau. [Ausstellung der Kinderzeichnungen 1922 bei Twardy] Kandinsky betrachtete meine Arbeiten, er lobte eine kleine Collage […] Moholy-Nagy […] machte mir Komplimente mit seinem gedehnten ungarischen Akzent und äußerte seine Bewunderung, dass ein russisches Mädchen soviel von moderner Kunst verstehe […]. Manchmal wurde ich damit betraut, von Flechtheim kostbare Bilder als Blickfang für unser Schaufenster zu holen … Flechtheim war großzügig und entgegenkommend.“ (Elena Liessner-Blomberg: Romanisches Café.- zitiert nach: Russen in Berlin 1991, S. 337)
Elena Liessner-Blomberg zeichnete auch das „Signet“ der Galerie, das bis etwa 1925 für Zeitschriftenanzeigen verwendet wurde (Abbildung in: Liessner-Blomberg 1978, S. 61, zuletzt festgestellt in einer Anzeige im Katalog der Juryfreien Ausstellung Berlin 1925, Anzeigenseite).
Auch El Lissitzky hatte Kontakt zu Twardy, worüber er in einem Brief vom 7. 8. 1923 an Sophie Küppers berichtet: „In Berlin war ich ein paar Tage […] Twardy hat meine Mappe noch nicht erhalten, möchte meine Arbeiten in Kommission haben.“ (Wieland Schmied 1966, S. 22)
Über das neben der Malerei und der Graphik angebotene Kunstgewerbe schrieb Willi Wolfradt 1923: „Übrigens findet man in dem eigenartigen Laden von Twardy, der die Farbe romantischer Moderne in die geschäftige Straße trägt, Ansätze zu einer streng heutigen und doch nicht modischen angewandten Kunst, wie sie sonst in Auslagen kaum noch sichtbar werden. Vor allem manche der gestickten Decken und geflickten Wandteppiche aus den Werkstätten des Bauhauses und Thierschs Kunstgewerbeschule bestechen durch Erfindung, Variationsreichtum des Materials wie der Verarbeitung und aparte Harmonien. Aber auch Metallarbeiten und allerlei bunte Sächelchen besonderen Gepräges kriechen hier zwischen den Büchern umher.“ (Der Cicerone. H. 9 v. 11. 5. 1923, S. 430).
Später wurde das Angebot auf die kunstgewerbliche Seite hin noch erweitert und man bot neben den Handwebereien auch Bekleidungsstoffe, Stoffe für Innenräume, Teppiche, Beleuchtungskörper, Hüte und Schmuck an. (Anzeige in: Juryfreie Kunstschau Berlin 1927, Anzeigenseite). 1928 wird Emma Twardy Alleininhaberin.
1933 wird die Galerie in der Königin-Augusta-Strasse 23 genannt, 1934 erfolgt ein weiterer Umzug in die Kniprodestrasse 10. Wie lange das „Buch- und Kunstheim K. & E. Twardy“ bestand, ist derzeit nicht bekannt. 1936 war es im Adressbuch des Deutschen Buchhandels nicht mehr enthalten.
Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Adressbuch für den Berliner Buchhandel
Wieland Schmied: Wegbereiter zur modernen Kunst. 50 Jahre Kestner-Gesellschaft. Mit Beiträgen von Sophie Küppers-Lissitzky, Kate Steinitz, Alfred Hentzen, Werner Schmalenbach u.a.- Hannover 1966
Elena Liessner-Blomberg oder die Geschichte vom Blauen Vogel. Hrsg. v. Gerhard Wolf.- Berlin 1978
Russen in Berlin. Literatur, Malerei, Theater, Film 1918-1933. Hrsg. v. Fritz Mierau. (3. erweiterte Auflage.)- Leipzig 1991
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DR. FRITZ GOLDSCHMIDT DR. VICTOR WALLERSTEIN
GALERIE DR. GOLDSCHMIDT DR. WALLERSTEIN
GALERIE GOLDSCHMIDT WALLERSTEIN
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Schöneberger Ufer 36 a (1920-1928); Victoriastrasse 21 (ab 1928)
Inhaber: Dr. Fritz Goldschmidt, Dr. Victor Wallerstein
Bestand: 1920(-1933); die „Moderne Abteilung“ bestand 1921-1927
Charakteristik: Kunsthandlung
„Alte Gemälde, Skulpturen, Bronzen“ (Der Cicerone. H. 21 v. 28. 10. 1920, S. 803); „Dr. Fritz Goldschmidt Dr. Victor Wallerstein. Gemälde. Skulpturen. Bronzen. (Anzeige in: Der Cicerone. H. 1 v. Januar 1921, Umschlagseite 2; Der Kunstwanderer. 1. Maiheft 1921, S. 370; Der Querschnitt. H. 2/3 v. Mai 1921, S. 61); „Dr. Fritz Goldschmidt Dr. Victor Wallerstein. Alte - Neue Gemälde. Skulpturen. Bronzen“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Juliheft 1921, S. 464; Der Sammler. Nr. 39 v. 24. 9. 1921, S. 207); „Galerie Dr. Goldschmidt Dr. Wallerstein. Gemälde, Aquarelle, Grafik.“ (Anzeige in: Das Kunstblatt. H. 7 v. Juli 1922, Umschlagseite 2); „Galerie Dr. Goldschmidt Dr. Wallerstein. Alte Gemälde. Deutsche, Italienische Primitive. Gotische Holzskulpturen. Italienische Bronzen. Marmor-Tonskulpturen. Ankauf - Verkauf.“ (Anzeige in: Jahrbuch für Kunstsammler 1923, Anzeigenseite); „Galerie Dr. Goldschmidt Dr. Wallerstein. Gemälde - Aquarelle von Bela Czobel, L. Feininger, Erich Heckel, W. R. Huth, Max Kaus, A. Kerschbaumer, Paul Klee, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff.“ (Anzeige in: Das Kunstblatt. H. 3 v. März 1923, Anzeigenseite; Das Kunstblatt. H. 8 v. August 1923, Umschlagseite 3); „Dr. Fritz Goldschmidt Dr. Victor Wallerstein. Alte Gemälde, Skulpturen, Bronzen, Moderne Ausstellungen“ (Anzeige in: Maecenas 1927, S. 27); „Galerie Goldschmidt Wallerstein. Alte Kunst. Ausstellungsräume. Berlin. Victoriastrasse 21“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. März 1928,S. 311)
Ausstellungen:
1921: Eröffnungsausstellung der „Modernen Abteilung“ (Erich Heckel, Otto Mueller, Jussuf Abbo, Bela Czobel, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Max Pechstein, Lyonel Feininger); Erich Heckel; Bela Czobel, Lyonel Feininger, Lajos Tichany, Gustav Heinrich Wolff, Max Pechstein; Oskar Kokoschka; Otto Mueller, Erich Heckel, Bela Czobel, Anton Kerschbaumer;
1922: Lyonel Feininger; Bela Czobel, Oskar Kokoschka, H. Fuchs, Karl Schmidt-Rottluff ; Bela Czobel, Erich Heckel, Margarete Weissgerber-Pohl; Philipp Harth; Emil Nolde, Anton Kerschbaumer, Karl Schmidt-Rottluff, Karl Heinz Kroll, Ernst Ludwig Kirchner; Wassily Kandinsky; Sommerausstellung (dabei: Bela Czobel, Lyonel Feininger, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein, Walter Helbig, Karl Schmidt-Rottluff , Max Kaus); Emy Roeder; Fritz Schaefler; Bela Czobel, Otto Lange; Paul Klee, Herbert Garbe
1923: Erich Heckel; Max Kaus, Walter Helbig, Karl Schmidt-Rottluff, Gerhard Marcks, Lyonel Feininger; Otto Mueller; Walter Gramatté, Willy Robert Huth, Gustav Heinrich Wolff; Anton Kerschbaumer, Martin Bloch, Bela Czobel, Christian Gotthard Hirsch; Sommerausstellung (dabei: Martin Bloch, Bela Czobel, Lyonel Feininger, Herbert Garbe, Erich Heckel, Walter Helbig, Willy Robert Huth, Max Kaus, Anton Kerschbaumer, Otto Mueller, Max Pechstein, Emy Roeder, Karl Schmidt-Rottluff, Gustav Heinrich Wolff); Ernst Ludwig Kirchner; Max Kaus, Alfred Mahlau; Bela Czobel; Max Pechstein, Herbert Garbe
1924: Holzskulpturen des 13.-18. Jahrhunderts; Charles Crodel; Paula Modersohn-Becker; Käthe Kollwitz; Rudolf Grossmann
1925: Bela Czobel, Abraham Palukst; Anton Kerschbaumer, H. C. Dexel, Emy Roeder; Max Kaus, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff , Heinrich Nauen; Wilhelm Rudolph; Adrian Lubbers, Erich Heckel, Emil Nolde; Maurice Utrillo, Paul Signac; Lyonel Feininger; Oskar Kokoschka
1926: Paul Klee, Gustav Heinrich Wolff; Lyonel Feininger, Erich Heckel, Oskar Kokoschka, Otto Mueller, Emil Nolde, Maurice Utrillo; Edvard Munch; Christian Rohlfs; Sommerausstellung (dabei: Lyonel Feininger, Erich Heckel, Oskar Kokoschka, Hans Purrmann, Karl Schmidt-Rottluff); Antoine Pesne
1927: Conrad Felixmüller
Bemerkung:
Die Galerie Goldschmidt & Wallerstein war eine Gründung der unmittelbaren Nachkriegszeit. Sowohl Fritz Goldschmidt als auch Victor Wallerstein waren promovierte Kunsthistoriker und Mitarbeiter am Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin. Victor Wallerstein (1879-1944) wechselte als erster in den Kunsthandel und wurde etwa 1917 Mitarbeiter bei Paul -->> CASSIRER (Fischer 1966, S. 140; Bühl 1991, S. 80). Auch Fritz Goldschmidt, Fachmann für alte Skulpturen und Bronzen, war als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Kunsthandel tätig und bearbeitete Auktions-Kataloge bei Rudolf Lepke (Skulpturen-Sammlung aus Berliner Privatbesitz, 1917) und bei Cassirer/Helbing (Die Sammlung Richard von Kaufmann, 1917; Die Sammlung Wilhelm Gumprecht, 1918), ehe er sich 1919 mit einer eigenen Galerie für alte Kunst selbstständig machte (Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 43 v. 8. 8. 1919, S. 918).
Im Herbst 1919 schied Wallerstein aus der Galerie -->> CASSIRERaus „und trat in die Firma Dr. Goldschmidt als Sozius [ein], wo seine Fürsorge den alten Gemälden zugute kommen wird.“ (Der Sammler. Nr. 48 v. 29. 11. 1919, S. 2)
1920 eröffneteten sie, unter neuem Namen und neuer Adresse, die gemeinsame Galerie: „Dr. Fritz Goldschmidt und Dr. Victor Wallerstein, zwei bekannte Berliner Kunsthistoriker, die aus der Schule des Kaiser-Friedrich-Museums hervorgegangen sind, haben sich zu gemeinsamer Firma vereinigt und am Schöneberger Ufer 36 a eine Kunsthandlung eröffnet. Spezialität: Alte Gemälde, Skulpturen, Bronzen.“ (Der Cicerone. H. 21 v. 28. 10. 1920, S.803)
Victor Wallerstein hatte sich, neben der Beschäftigung mit alten Gemälden, bereits früh mit der zeitgenössischen Kunst beschäftigt, trat als Kunstschriftsteller hervor und hatte zahlreiche persönliche Beziehungen zu Künstlern, wie beispielsweise Erich Heckel oder Oskar Kokoschka. Dies mag der Grund gewesen sein, ein halbes Jahr später das Angebot der Galerie zu erweitern und eine Abteilung für zeitgenössische Kunst einzurichten, was mit der folgenden Presseaussendung bekannt gegeben wurde:
„Dr. Fritz Goldschmidt - Dr. Victor Wallerstein haben ihrer Kunsthandlung, Berlin W 35, Schöneberger Ufer 36 a, eine moderne Abteilung angegliedert und werden ihre Tätigkeit dem Schaffen der deutschen nachimpressionistischen Kunst widmen. In erste Linie kommen hier einige Künstler in Frage, die seinerzeit der Vereinigung ‚Brücke’ angehörten und seither nicht wieder geschlossen gezeigt wurden: Erich Heckel, Otto Mueller, E. L. Kirchner, Max Pechstein. Dann erweitert sich dieser Kreis durch Namen wie: Lyonel Feininger, Oskar Kokoschka und einige andere wichtige Vertreter der jüngeren Generation.“ (Abdruck u. a. in: Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 36/36 v. 3./10. Juni 1921, S. 697; Der Querschnitt. H. 4/5, 1921, S. 172)
Im Mai 1921 wurde, geschmückt mit einem Holzschnitt von Erich Heckel aus dem Jahr 1912, die Einladung verschickt: „Eröffnungs-Ausstellung unserer Modernen Abteilung: Die neuesten Werke von Erich Heckel, Otto Mueller. Gemälde, Zeichnungen, Graphik von Abbo, Czobel, Kirchner, Kokoschka, Pechstein u .A.“
Damit war das Ausstellungsprogramm der nächsten Jahre bereits angerissen. Es folgten zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen bis 1927, dabei Bela Czobel, Lyonel Feininger, Walter Gramatté, Walter Helbig, Wassily Kandinsky, Anton Kerschbaumer, Paul Klee, Käthe Kollwitz, Emil Nolde, Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff. Daneben war die Galerie Goldschmidt-Wallerstein eine der wenigen Galerien in Berlin, die auch zeitgenössische Bildhauer ausstellte, wie beispielsweise Herbert Garbe, Gerhard Marcks, Gustav Heinrich Wolff und 1922 die erste Galerieausstellung von Emy Roeder , die beide Galeristen auch portraitierte (Roeder 1962. Nr. 56, Goldschmidt, Nr. 218, Wallerstein).
Weitere Portraits von Victor Wallerstein stammen von Rudolf Levy (Jüdische Maler 1977, Abb. o. S.) und von Oskar Kokoschka, der den Kunsthändler wohl seit seiner Zeit bei Cassirer kannte, in Lithographie (Wingler/Welz 1975, Nr. 143) und mehrfach in Aquarell (Museum Ludwig, Köln, Sammlung Haubrich; Staatliche Graphische Sammlung, München).
Wallerstein schrieb mehrfach über „seine“ Künstler: über Kokoschka (Die neuen Werke Oskar Kokoschkas.- in: Kunst und Künstler. H. 2 v. November 1921, S. 43-50), über Emy Roeder (Zeichnungen der Bildhauerin Emy Roeder.- in: Das Kunstblatt. H. 7 v. Juni 1920, S. 206-206) und über Philipp Harth (Der Bildhauer Philipp Harth.- in: Kunst und Künstler. H. 12 v. September 1931, S. 462-463).
Das Engagement der Kunsthändler für ihre Künstler lässt sich auch an den Ausstellungsbeteiligungen ausserhalb Berlins ablesen: So beschickte die Galerie Ausstellungen in Basel (Moderne Deutsche Malerei 1921 mit Oskar Kokoschka), Darmstadt (Deutsche Kunst 1922 mit Bela Czobel, Anton Kerschbaumer, Otto Mueller, Georg Kolbe) und Wien (Internationale Kunstausstellung 1924 mit Bela Czobel). Dazu kamen die in dieser Zeit immer schwieriger werdenden Verkäufe an Museen beispielsweise: Lyonel Feininger an das Museum in Leipzig (Museum der bildenden Künste 1992, Nr. G 6), ein Selbstbildnis von Erich Heckel an das Museum in Stettin (Der Sammler. Nr. 11 v. 18. 3. 1922, S. 171) sowie Otto Mueller und Paul Klee an die Nationalgalerie in Berlin (Kunst in Deutschland 1992. Nr. 226, 334).
Von Goldschmidt/Wallerstein gibt es auch eine der seltenen schriftlichen Äußerungen zum Kunsthandel und Kunstmarkt der Zwanzigerjahre. Auf eine Umfrage der Zeitschrift „Das Kunstblatt“ über die „gegenwärtige Lage des Kunstmarktes, besonders der Absatzmöglichkeit für heutige Kunst, die Fortführung der Ausstellungen und die etwaige Rückwirkung auf das Kunstschaffen“ antworteten die Kunsthändler: „Die Fortführung der Ausstellungen ist leider in diesem Winter fast ausschließlich eine Kohlenfrage geworden […] Dadurch werden z. B. Aquarell-Ausstellungen jüngerer Künstler, die noch nicht allzu teuer sind, unmöglich gemacht [… es] müssen 40 Blatt im Monat verkauft werden, nur um die Heizungskosten zu decken. Ein glückliches Resultat, das selbst in den Zeiten der Hochkonjunktur nicht zu verzeichnen war. […] Die Sache führt also dazu, dem Kunsthändler das Experimentieren mit jungen, unbekannten Kräften fast unmöglich zu machen. Er wird immer mehr dazu gezwungen, sich auf Ausstellungen von Künstlern mit großen Namen zu beschränken, deren Preise so hoch sind, dass er aus seinen Prozenten die hohen Spesen decken kann und seine Kundschaft wird sich immer mehr aus dem Kreise der ganz wenigen, sehr reichen Leute zusammensetzen […] Werke junger Künstler werden dann gewissermaßen nur im Schlepptau der berühmten Namen gezeigt werden können und nur von den wirklichen Kunstenthusiasten gekauft werden.“
Weiter beklagen sich die Kunsthändler über die Berliner Tageskritik in den Zeitungen: „Über jede dreckige Operette erscheint in den Berliner Zeitungen am nächsten oder übernächsten Tage eine Besprechung, während bei Kunstausstellungen überhaupt nur jede dritte besprochen wird und diese dann nach vier Wochen, wenn die Ausstellung bereits wieder geschlossen ist.“ (Wirtschaftslage 1923, S. 294-295)
1927 wurde die „Moderne Abteilung“ aufgelassen, was Adolf Behne zu der sarkastischen Bemerkung veranlasste, die Galerie habe „die werdende und ringende Kunst sich selbst überlassen“. (Die Welt am Abend. 20. 4. 1928). 1928 erfolgte der Umzug in die Victoriastrasse 21. Wie lange die Galerie über 1933 hinaus weiter bestand, ist derzeit nicht bekannt. Beide Besitzer waren jüdischer Abstammung. Ob Fritz Goldschmidt die Flucht gelang, kann derzeit nicht nachgewiesen werden, von Victor Wallerstein ist bekannt, dass er um 1935 nach Italien auswanderte und 1944 in Florenz starb.
Erwähnenswert ist noch Wallersteins private Sammlung. Mit Kokoschka und Heckel hatte er schon vor seiner Kunsthändlerzeit Kontakte, die zu Ankäufen führte. Als der österreichische Künstler Rudolf Wacker sich in Berlin aufhielt weilte, durfte er im Januar 1921 auch Wallersteins Privatsammlung besichtigen und berichtet von Bildern von Oskar Kokoschka, Bela Czobel, Erich Heckel, Otto Mueller, Ernst Ludwig Kirchner (Wacker 1990, S. 405).
Wirtschaftslage und Aussichten des Kunstmarktes.- in: Das Kunstblatt. H. 10 v. Oktober 1923, S. 294-301
Emy Roeder. Bildwerke und Zeichnungen.- Mainz: Kunsthistorisches Institut 1962
Grete Fischer: Dienstboten, Brecht und andere Zeitgenossen in Prag, Berlin, London.- Olten, 1966
Jüdische Maler und Graphiker.- Regensburg 1977
Hans Maria Wingler; Friedrich Welz: Oskar Kokoschka. Das druckgraphische Werk.- Salzburg 1975
Verena Tafel: Kunsthandel in Berlin vor 1945.- in: Kunst Konzentriert 1987.- Berlin 1987. S. 195-224; zu Goldschmidt-Wallerstein S. 218
Rudolf Wacker. Tagebücher 1913-1939. Hrsg. v. Rudolf Sagmeister.- Vaduz 1990
Georg Brühl: Die Cassirers. Streiter für den Impressionismus.- Leipzig 1991 Museum der Bildenden Künste Leipzig, Kulturstiftung der Länder. Karl Hofer: Tischgesellschaft.- Leipzig 1992 Kunst in Deutschland 1905-1937. Die verlorene Sammlung der Nationalgalerie im ehemaligen Kronprinzen-Palais. Dokumentation. Ausgewählt und zusammengestellt von Annegret Janda und Jörn Grabowski.- Berlin 1992
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
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NEUE GALERIE
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Lennéstrasse 6a
Inhaber: Otto Feldmann
Bestand: 1913-1914
Charakteristik: Kunstsalon, Galerie, Verlag
„Der Rheinische Kunstsalon Köln a/Rh. beehrte sich, seinen Freunden anzuzeigen, daß er im Herbst d. J. einen neuen Kunstsalon in Berlin zu eröffnen gedenkt. Gemälde von Cézanne, Picasso, van Gogh, Derain, van Dongen, Braque, Vlaminck usw. sowie junger deutscher Künstler. Graphik von R. Großmann, Pascin, Picasso, Derain usw.“ (Anzeige in: Secession Berlin. 26. Ausstellung 1913, Anzeigenseite); „Neue Galerie. Berlin W Lennéstr. 6a […] Fernsprecher: Amt Nollendorf 3348“ (Geschäfsbriefpapier)
Verlag:
Jules Pascin: Balkanwirtshaus; Bar; Dancing girls; Im Freien; Spielende Kinder; Zwei Mädchen; Märchen; Ostende; Ringerparade; Am Strande; Straßenszene; Bei der Toilette; Trommler; Vorstadt I; Vorstadt II; Vorstadt III; Die Wilden (Radierungen, je 25 signierte und numerierte Drucke); Im Harem (Holzschnitt, 25 signierte und numerierte Drucke); Idyll (Lithographie, 50 signierte Drucke)
Ausstellungen:
1913: Eröffnungsausstellung (dabei u. a. Hans Arp, Walter Bondy, Georges Braque, Patrick Henry Bruce, Gustave Courbet, André Derain, Kees van Dongen, James Ensor, Robert Genin, Vincent van Gogh, Juan Gris, Rudolf Großmann, Hermann Huber, Moïse Kisling, Marie Laurencin, Rudolf Lévy, Manolo, Henri Matisse, Jules Pascin, Max Pechstein, Pablo Picasso, Camille Pissarro, Hans Purrmann, Odilon Redon, Auguste Renoir, Henri Rousseau, Henri de Toulouse-Lautrec, Maurice de Vlaminck, ostasiatische Kunst, Negerskulpturen); Pablo Picasso und Negerplastik
1914: André Derain, James Ensor; Jules Pascin; Hans Keller, Moïse Kisling, Edwin Scharff, Manolo, Georg Leschnitzer; Neue Secession (dabei u. a. Harold Bengen, Walther Bötticher, Raoul Dufy, Josef Eberz, Roger de la Fresnaye, Emile-Othon Friesz, Willy Jaeckel, Karl Junker, Georg Kars, Edmund Daniel Kinzinger, Moïse Kisling, Cesar Klein, Bohumil Kubista, Marie Laurencin, Moriz Melzer, Wilhelm Morgner, Hans Richter-Berlin, Karl Schmidt-Rottluff , Hermann Stenner, Georg Tappert, Paul Thesing, S. Wolff); ); Rheinische Expressionisten; Zeichnungen und Studien von Georges Braque, Henri Matisse, Jules Pascin, Pablo Picasso
Bemerkung:
Der Maler Otto Feldmann (-->> RHEINISCHER KUNSTSALON, Köln) etablierte seine erste Galerie 1912 in Köln und kündigte für 1913 an, „daß er im Herbst d. J. einen neuen Kunstsalon in Berlin zu eröffnen gedenkt.“ (Anzeige in: Secession Berlin. 26. Ausstellung 1913, Anzeigenseite) Im Oktober 1913 wurde die „Neue Galerie“ in Berlin, Lennéstrasse 6a eröffnet.
„Unter dem Namen ‚Neue Galerie’ ist in Berlin ein Kunstsalon entstanden (in der Lennéstr. 6a), der sich die Pflege der jüngsten Kunstströmungen ausdrücklich zur Aufgabe macht. Die Eröffnungsausstellung berücksichtigt neben Werken bekannter französischer Führer wie Picasso, Derain, Vlaminck und ältere Pariser Meister der Impressionistenzeit vor allem eine Reihe ihrer deutschen Gefolgsmannen. Besonders interessierte eine Kollektion von Rudolf Großmann […]“ (Kunstchronik. Nr. 12 v. 12. 12. 1913, Sp. 184). Hans Friedeberger berichtete für den „Cicerone“: Der andere neue Kunstsalon, in der Lennéstraße gelegen, führt den Titel einer ‚Neuen Galerie’ und scheint nach dem Vorwort des ersten Kataloges ausschließlich der neuen Kunst dienen zu wollen. Die Ausstellung selbst gibt sich versöhnlicher und eklektischer als das Proömion, und verweist nicht nur auf Courbet und den ‚großen’ Impressionisten wie Renoir, Picasso und Toulouse-Lautrec eine Reverenz sondern auch den mittleren vom Schlage Walter Bondys. Das weiteste Feld gehört indessen freilich den Neuesten, und neben den Resultaten stehen auch die Anregungen: Hellenistische Plastik, Ostasiatisches, Negerskulpturen. Von den Neueren treten drei Künstler [Jules Pascin, Rudolf Großmann, Pablo Picasso] kollektiv auf.“ (Der Cicerone. H. 22 v. November 1913, S. 804, gez.: H. Fr.)
Und Kurt Glaser schrieb für „Die Kunst“ über „Neue Kunstsalons in Berlin“: „Anspruchsvoller als diese Kunstläden [KUNSTHANDLUNG HUGO -->> MOSES, -->>GRAPHISCHES KABINETT I. B. NEUMANN mit neuen Ausstellungsräumen für Malerei] tritt Wilhelm [!] Feldmann auf, der von Köln hierher übersiedelt ist und in der Lennéstraße die ‚Neue Galerie’ eröffnete. Der Inhalt ist noch nicht ganz kongruent der Aufmachung. Auch für die Bilder der Deutsch-Pariser, die nach ihrem Stamm-Café [Café Dôme] sich die Leute vom Dome nannten, hätte ein einfacherer Laden genügt. Pascin und Großmann, Purrmann und Levy und Bondy sind mit Bildern und graphischen Arbeiten ihrer bekannten Art vertreten. Daneben stehen die jungen Pariser wie Derain und Braque, Van Dongen, Vlaminck und Marie Laurencin. Von Matisse ist ein Stilleben ausgestellt, ein geschmackvolles Bild, aber etwas dünn in der farbigen Wirkung. Picasso gehört eine ganze Wand und man hat den Eindruck, daß er hier zum Hausgötzen ernannt wurde. Vielleicht ist das etwas verspätet, denn man sollte hoffen, daß der Lärm. der um diesen feinen, aber doch schwächlichen Künstler erhoben wurde, sich nun bald wieder legen wird.“ (Die Kunst. H. 3 v. Dezember 1913, S. 128-130)
Wie schon bei Feldmanns Kölner Galerie -->>RHEINISCHER KUNSTSALON trat auch hier der in Paris wirkende deutsche Kunsthändler Daniel Henry Kahnweiler als Leihgeber und Vermittler auf. Für die Eröffnungsausstellung, deren Katalogvorwort Carl Einstein schrieb, kamen Werke von Georges Braque, André Derain, Kees van Dongen, Juan Gris, Manolo, Pablo Picasso, Maurice de Vlaminck aus Kahnweilers Pariser Galerie (Daniel-Henry Kahnweiler 1986, S. 119). Auch die auf die Eröffnungsausstellung folgende Picasso-Ausstellung mit 66 Werken (Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen) in Verbindung mit 19 Negerplastiken wurde von Kahnweiler organisiert und anschliessend 1914 in der Wiener Galerie -->>MIETHKE gezeigt.Die Picasso-Ausstellung wurde viel und äusserst verhalten besprochen: „Er scheint noch immer nicht sehr stark und nicht sehr selbständig“ (Hans Friedeberger in: Der Cicerone. H. 1 v. Januar 1914, S. 23); Karl Scheffler meinte, mit Picasso sei „wenig zu beginnen“ (Kunst und Künstler. H. 4 v. Januar 1914, S. 229) und F. Winkler asttestierte, daß„Picasso damit auf einen toten Punkt gekommen ist, dürfte kaum mehr zweifelhaft sein [… und es wird] diese Kunst kaum je nachhaltigen Einfluß ausüben“ (Die Kunst. H. 5 v. Februar 1914, Anzeigenseite IV)
Daran anschliessend folgte die Derain-Ausstellung mit 50 Leihgaben von Kahnweiler, und auch diese Ausstellung wurde von der etablierten Kunstkritik nicht gerade enthusiastisch aufgenommen. Anders der Künstlerblick: Hans Meid schrieb am 21. 1. 1914 aus Berlin an die Hamburger Künstlerin Anita Rée: „bestellen Sie sich sofort einen Extrazug u. fahren Sie hierher! Schrecklich der Gedanke, daß von den 65 Perlen Derainscher Malerei eine fehlen würde!! Sei es durch Verkauf oder durch Diebstahl!“ (Maike Bruhns 1986, S. 200) Neben der Derain-Ausstellung wurden Radierungen von James Ensor präsentiert.
Anschliessend wurde Jules Pascin gezeigt und Hans Friedeberger schrieb: „Man ist erstaunt, welchen unerschöpflichen Vorrat an Reiz und Feinheit diese mehr als einhundert Stücke bergen. […] Was den Wert dieses Werkes ausmacht, das ist die vollendete malerische Kultur, die Kraft der organischen Durchbildung und die freie künstlerische Unbefangenheit, die den Künstler nie verläßt.“ (Der Cicerone. H. 4 v. Februar 1914, S, 131, gez.: H. Fr.) Etwa gleichzeitig trat die Neue Galerie als Graphikverleger hervor: Im Frühjahr 1914 erschienen 17 Radierungen, ein Holzschnitt und eine Lithographie von Jules Pascin, „die in den letzten drei Jahren entstanden und bisher nicht im Handel gewesen sind, in einer Auflage von je 25 signierten und numerierten Exemplaren.“ (Der Cicerone. H. 10 v. Mai 1914, S. 386)
Die fünfte Ausstellung der Galerie vereinte Gemälde von Hans Keller, Moïse Kisling und Edwin Scharff sowie Plastik von Manolo und Georg Leschnitzer. Die sechste Ausstellung der Galerie, mit einem Plakat von Georg Tappert beworben (Gerhard Wietek 1996, S. 314), war die siebente Ausstellung der „Neuen Secession“, deren erste Präsentation 1910 in der Galerie -->>MAXIMILIAN MACHT stattfand. Anlässlich dieser ersten Ausstellung schrieb Curt Glaser: „Man muß sie als einen Versuch nehmen. Den Beweis der Lebensfähigkeit kann die Vereinigung erst in einem Jahre uns bringen. Gelingt ihr das, so wollen wir sie begrüßen und wollen hoffen, daß sie berufen sein wird, eine Lücke in dem Berliner Kunstleben auszufüllen, die so mancher wohl schon seit ein paar Jahren empfunden hat.“ (Die Kunst. H. 10 v. Juli 1910, S. 452)
Einige Berliner Ausstellungen später und um wichtige Mitglieder dezimiert, wurde die siebente Ausstellung der „Neuen Secession“ die letzte der Vereinigung. Beinahe zeitgleich hatte eine weitere Abspaltung von der Berliner Secession, die „Freie Secession“ ihre erste Ausstellung am Kurfürstendamm.
Die siebente Ausstellung der Galerie zeigte „Rheinische Expressionisten“, die - in veränderter Zusammenstellung - im Sommer 1913 erstmals im Bonner -->>KUNSTSALON FRIEDRICH COHEN präsentiert wurden und im Herbst 1913 in Otto Feldmanns Kölner Galerie -->>RHEINISCHER KUNSTSALON, sowie im Mai 1914 in der Düsseldorfer Galerie von -->>ALFFRED FLECHTHEIM gezeigt wurden. Neben die Künstler, die 1913 in der ersten Ausstellung in Bonn vertreten waren, gesellten sich beispielsweise Ernst Isselmann, Matthias Lau, Walter Ophey und Christian Rohlfs.
Gleichzeitig waren die „Galeriekünstler“ ausgestellt: „Einige prächtige Zeichnungen von H. Matisse, ein paar kubistische Schwarz-Weiß-Blätter von Picasso und Braque und schließlich eine Serie flotter, ausgezeichnet beobachteter und sehr reizvoll hingeworfener Studien von Pascin.“ (Die Kunst. H. 11 v. August 1914, Anzeigenseite IV)
Die letzte Ausstellung der „Rheinischen Expressionisten“ dürfte auch die letzte Ausstellung der Galerie gewesen sein. Eine für den Herbst 1914 vorbereitete Ausstellung von Ernst Ludwig Kirchner hat nicht mehr stattgefunden. Über den weiteren Lebensweg des Galeristen Otto Feldmann gibt es keinerlei Informationen.
Nachweise:
August Macke und die Rheinischen Expressionisten aus dem Städtischen Museum Bonn.- Hannover 1978
Die Rheinischen Expressionisten. August Macke und seine Malerfreunde.- Recklinghausen 1980 Daniel-Henry Kahnweiler. Kunsthändler, Verleger, Schriftsteller.- Stuttgart 1986 Maike Bruhns: Anita Rée. Leben und Werk einer Hamburger Malerin 1885-1933.- Hamburg 1986
Gerhard Wietek: Georg Tappert. Werkverzeichnis der Druckgraphik.- Köln 1996
Mario-Andreas von Lüttichau, Otto Feldmann - Künstler und Galerist, in: August Macke und die Rheinischen Expressionisten.- Berlin: Brücke-Museum 2002, S. 181-186
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
MARIA KUNDE
GRAPHISCHES KABINETT MARIA KUNDE
KUNSTSALON MARIA KUNDE
GRAPHISCHES KABINETT BIEBERHAUS
KUNSTHANDLUNG MARIA KUNDE
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Ernst Merck-Strasse 9 (Bieberhaus)
Inhaber: Maria Kunde (1911-1919); Gertrud Magnussen, Anna Menke (1919-1938); Gertrud Magnussen (1939); Dr. Friedrich Hammer (1939-1943)
Bestand: 1911-1943; Fortsetzung ab 1947
Charakteristik: Graphisches Kabinett, Kunsthandlung
„Graphisches Kabinett/Ernst Merckstr 9, Bieberhaus.“ (Galerieaufkleber); „Reichhaltiges Lager in Radierungen, Stichen, Gravuren, Steinzeichnungen, Gemälden und plastischen Kunstgegenständen, Spezial-Geschäft für Einrahmungen in vornehmer und geschmackvoller Ausführung, Reinigen und Auffrischen alter Bilder und Figuren, Ankauf von alten Bildern und als Sondergebiet: Hamburgensien“ (Anzeige 1912, unbezeichneter Ausschnitt); „Graphisches Kabinett Maria Kunde. Hamburg. Bieberhaus. Ernst Merckstr. 8 [!] b. Hauptbahnhof. Monatlich wechselnde Ausstellung moderner Graphik. Expressionisten. Impressionisten. Ankauf. Verkauf“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 21 v. November 1920, Anzeigenseite); „Kunstsalon Maria Kunde. Hamburg, „Bieberhaus“, am Hauptbahnhof. Graphik. Kupferstiche alter Meister. Hamburgensien. Kunstgewerbe. Monatlich wechselnde Ausstellungen . Reproduktionen nach alten und lebenden Meistern. Kunstliteratur“ (Anzeige in: Hamburger Kalender 1920, Anzeigenseite; Schleswig-Holsteinisches Jahrbuch 1920. Anzeigenseite); „Maria Kunde. Kunstsalon. Hamburg, Bieberhaus. Wechselnde Kunstausstellungen. Alte und moderne Graphik. Hamburgensien“ (Anzeige in: Der Sammler. Nr. 1 v. 1. 1. 1921, S. 16); „Graphisches Kabinett Maria Kunde. Hamburg. Ernst-Merckstr. 9 (Bieberhaus). Große Auswahl moderner Graphik. Impressionisten. Expressionisten. Kunstliteratur. Ausstellung im März: Junge Österreichische Graphiker“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 5 v. März 1921, Anzeigenseite);„Graphisches Kabinett Maria Kunde. Hamburg. Ernst Merck Strasse 9 (Bieberhaus). Große Auswahl moderner Graphik. Impressionisten. Expressionisten. Monatlich wechselnde Ausstellungen“ (Anzeige in: Kunsthalle zu Hamburg. Katalog der neueren Meister.- Hamburg 1922, Anzeigenseite [2]); „Maria Kunde. Hamburg I. Bieberhaus. Größte Auswahl in Piper-, Hanfstaengl-Drucken usw. Moderne Graphik. Rahmenwerkstatt. Kunstgewerbe“ (Anzeige in: Der Kreis. H. 12 v. Dezember 1929, S. 741); „MKunde [Signet]. Kunsthandlung. Kunstgewerbe. Ernst-Merck-Straße 9, Bieberhaus“ (Anzeige in: Aussteller-Verzeichnis der Hundert-Jahr-Ausstellung des Hamburger Künstler-Vereins.- Hamburg 1932, Anzeigenseite)
Ausstellungen:
1913: Exlibris
1917: Heinz Baden, Franz Radziwill, Heinrich Steinhagen; Alexander Friedrich
1919: „Der Grüne Regenbogen“ (Bremer Künstlervereinigung); Jussuff Abbo; Hans Leip; Emil Nolde
1920: Emil Maetzel, Dorothea Maetzel-Johannsen; Max Kaus; Walter Gramatté; Christian Rohlfs; Adja (Adia Madiain) Junker; Emil Nolde; Josef Achmann, Wilhelm Morgner, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Josef Seché (Graphik, Zeichnungen); Fritz Schaefler
1921: Karl Opfermann; Heinrich Stegemann; Druckgraphik und Aquarelle von Eduard Arnthal, Wilhelm Lehmbruck, Friedrich Lissmann, Franz Marc, Heinrich Nauen, Paul Adolf Seehaus;
Graphik von George Grosz, Paul Klee, Emil Maetzel, Dorothea Maetzel-Johannsen, Richard Seewald; Erich Hartmann, Ernst Lindemann (Aquarelle), „Junge Österreichische Graphiker“; Werner Gothein, Curt Stoermer
1922: Franz Gaudeck; „Der Fels“ (Passauer Künstlervereinigung); Max Kaus, Otto Herbig; Rolf Nesch, Josef Franz Huber
1923: Oskar Kokoschka, Wilhelm Lehmbruck, Ernst Zimmermann, Augusta von Zitzewitz; „Der Fels“ (Passauer Künstlervereinigung);
1924: Heinrich Jaacks; Dora Hitz; Walter Gramatté (Aquarelle)
1925: Ernst Krantz (Druckgraphik, Aquarelle); Paul Klee, Kurt Schwitters, Hans Arp, Cesar Domela; Erich Brill; Alfred Mahlau (Aquarelle, Graphik, Entwürfe für Theaterdekorationen); Adja Junker, Karl Arste, Ernst Odefey; Karl Hofer (Bilder, Aquarelle, Zeichnungen), Frans Masereel (Holzschnitte und Bücher), El Lissitzky (Aquarelle und Lithographien); Erich Heckel, Walter Gramatté (Graphik)
1926: Miklós Farkasházy; Eduard Bargheer; „Der Fels“ (Passauer Künstlervereinigung); „Dessauer Bauhaus“ (Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Gerhard Marcks, László Moholy-Nagy, Georg Muche, Oskar Schlemmer); Walter Gramatté; Heinrich Stegemann; Eduard Hopf, Paul Schwemer; Gustav Heinrich Wolff
1927: Adolf Schleicher; Heinrich Ehmsen; Rudolf Neugebauer; Eduard Bargheer (Gemälde und Aquarelle); Anita Rée; Georg Greve-Lindau
1928: Eduard Hopf, Albert Renger-Patzsch (Photographien), Ottilie Wollmann (Plastik)
1929: Klaus Wrage; Elfriede Lohse-Wächtler
1930: Kurt Lohse; Theodor Piering; Alfred Schröder; Hedwig Thun; Walter Junge; „Wiener Graphiker und Aquarellisten“; Hugo Erfurth („Lichtbildnisse berühmter Persönlichkeiten“); Erich Hartmann (Aquarelle und Zeichnungen)
1931: Else Weber
1932: Elfriede Lohse-Wächtler; R. Volkmer; Lore Feldberg-Eber; Erich Wessel; Hans Pluquet
1933: „Hannoversche Sezession“ (dabei u. a. Carl Buchheister, Kurt Schwitters, Friedrich Vordemberge-Gildewart)
1934: Werner Scholz
1936: Kurt Schürz (Aquarelle)
Verlag
Karl Prahl: 24 Original-Radierungen meist Hamburger Ansichten [zwischen 1908 und 1915 entstanden], 1916 (dabei u. a. Binnenalster bei Nacht, Alsterpavillon, Hamburger Hafen, Nikolaikirche, Katharinenkirche, Hamburger Straßenmusikanten, Hamburger Fischfrauen, Hof an der Drehbahn, Süderkanal); 7 Künstler-Steinzeichnungen, 1916 (dabei u. a. Hof im Schulgang, Binnenalster, Motiv aus Holland)
Ulli Wolters: 5 Künstler-Steinzeichnungen aus Braunschweig, 1916; 7 Künstler-Steinzeichnungen aus Hamburg, 1916; Strandleben in Wittenberg bei Hamburg, 1916; Brücke St. Paul und Fischmarkt, 1916
Bemerkung:
Der „Kunstsalon Maria Kunde“ wird in der vorliegenden Hamburg-Literatur (z. B. Edith Oppens 1969, S. 109; Roland Jaeger 1983, S. 40; Carsten Meyer-Tönnesmann 1985, S. 37, 296; Expressionistischer Aufbruch 2004, S. 42) mit einer Ausnahme (Maike Bruhns 2001, S. 224-225)jeweils lediglich mit einem Satz erwähnt, ohne je Näheres über Bestand, Ausstellungen oder die Inhaberinnen mitzuteilen.
Der im Juli 1911 von Maria Kunde (1876-1972) gegründete und am 1. September 1911 eröffnete „Kunstsalon Maria Kunde“ war im sogenannten „Bieberhaus“ (einem 1908-1910 von Johann Gottlieb Rambatz und Wilhelm Jollasse erbauten Büro- und Geschäftshaus in Hamburg-St. Georg)in der Ernst Merck-Strasse 9 zentral nächst dem Hauptbahnhof gelegen. Das Angebot umfasste nahezu alle Zweige des Kunsthandels: Neben dem grossen Lager an allen Arten von Graphik, Gemälden und Plastiken wurden auch Kunstgewerbe sowie Einrahmungen und das Reinigen und Auffrischen alter Bilder angeboten (Anzeige 1912, unbezeichneter Ausschnitt).
Während über Ausstellungen der Frühzeit nur wenig überliefert ist, dürfte sich die Kunsthändlerin innerhalb kurzer Zeit einen ausgezeichneten Ruf erworben haben. Bei der seit 1912 vorbereiteten und 1914 in Leipzig abgehaltenen „Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik“ (Bugra) wurde auch ein eigenes „Haus der Frau“ errichtet, dessen Wert „aber nicht nur in dem individuellen Reiz und der künstlerischen Schönheit [liegt], sondern vor allem in der sozialen Bedeutung, die ein geschlossener Überblick des Frauenschaffens in sich birgt. Es soll Verständnis und Interesse für ernste und tüchtige Frauenarbeit geweckt werden, um ihr allgemeine Anerkennung zu verschaffen und neue Berufe zu eröffnen.“ (Das Haus der Frau 1914, S. XIII). In dem von Emilie Winkelmann, der ersten Frau, die in Deutschland ein Architekturbüro eröffnete, erbauten Haus wurde in 15 Ausstellungsräumen der Anteil der Frauen auf den Gebieten Buch und Graphik ausgebreitet. Zwischen Freier Graphik, Reklame und Buchillustration wurde auch die „Frau als Sammlerin“ präsentiert, Raum VII war dem „Kunsthandel“ gewidmet. Erste Vorsitzende und für die Raumgestaltung verantwortlich war „Fräulein Maria Kunde, Hamburg“, zweite Vorsitzende war „Frau Else Beyer, Leipzig“ von der Kunsthandlung -->> P. H. BEYER & SOHN. Im Katalog wird „programmatisches“ mitgeteilt: „Die Abteilung will die Tätigkeit der Frau als Kunsthändlerin zeigen. Als solcher liegt ihr die verantwortungsvolle Aufgabe ob, aus der Fülle der Schöpfungen, die Kunst und Kunstgewerbe hervorbringen, die geeignete Auswahl zu treffen, die dem Geschmack des Publikums Rechnung trägt, ohne ihm dabei unkünstlerische Konzessionen zu machen. Die Kunsthändlerin muß sich dabei bewußt sein, welch bedeutungsvoller Einfluß ihr als Vermittlerin zwischen Künstler und Publikum zu Gebote steht.“ (Das Haus der Frau 1914, S. 155). Ausgestellt wurden „auch Werke moderner und modernster, namentlich graphischer Künstler“ und um „den zeitgenössischen Künstlern in vollem Maße gerecht zu werden, ist ein monatlicher Wechsel der Ausstellung im Kunsthandel eine Notwendigkeit. Diese Regel der praktischen Geschäftsführung wird in der Abteilung Kunsthandel im ‚Hause der Frau’ ebenfalls befolgt.“ (Das Haus der Frau 1914, S. 155, 156)
Während des Krieges erschienen 1916 und 1917 im Verlag von Maria Kunde zahlreiche Radierungen und Lithographien des Hamburger Künstlers Karl Prahl (er wurde 1917 derEhemann der Kunsthändlerin)und Lithographien von der in Hamburg geborenen und in Berlin-Charlottenburg lebenden Malerin und Graphikerin Ulli (Ulrike) Wolters.
Wenig später übersiedelte die Kunsthändlerin aus gesundheitlichen Gründen mit ihrem Ehemann nach Pinneberg (Schleswig-Holstein), später nach Kummerfeld und übergab die Kunsthandlung an die neuen Besitzerinnen.
Zwischen der Gründung und dem 1919 erfolgten Verkauf sind nur einige wenige Ausstellungen nachzuweisen. Sogar Gustav Schiefler nahm die Kunsthandlung in seiner Hamburger Kulturgeschichte erst wahr, als diese neue Besitzer hatte: „Neuerdings hat an der Ernst-Merck-Straße Maria Kunde eine Kunsthandlung aufgetan, in welcher mit gutem Geschmack eine große Auswahl der besten neueren Graphik zum Angebot gebracht wird.“ In einer Notiz in der Hamburger Zeitschrift „Die literarische Gesellschaft“ (H. 11 v. November 1919) heisst es: „Die neuen Besitzerinnen haben sich durch eine treffliche Schau von Graphik Emil Noldes eingeführt. Eine Ausstellung Schmidt-Rottluffs soll folgen.“
Unter dem Namen der Gründerin und bisherigen Inhaberin Maria Kunde wurde die Kunsthandlung unter der Bezeichnung „Graphisches Kabinett Maria Kunde“ am 1. Oktober 1919 von Gertrud Magnussen und Anna Menke übernommen und neu positioniert. In einer 1920 geschalteten Anzeige werden „Monatlich wechselnde Ausstellung moderner Graphik. Expressionisten. Impressionisten“ angekündigt (Der Cicerone. H. 21 v. November 1920, Anzeigenseite). Über die Neuübernahme und Eröffnungsausstellung berichtete auch Rosa Schapire: „Der Kunstsalon Maria Kunde ist in neue Hände übergegangen. Die Leiterinnen Gertrud Magnussen und Anna Menke - die erste durch ihre langjährige Tätigkeit bei Commeter [® COMMETER] in Hamburger Sammlerkreisen gut eingeführt - haben ihr graphisches Kabinett mit einer Nolde-Ausstellung, die von programmatischer Bedeutung ist, eröffnet.“ (Der Cicerone. H. 22 v. 20. 11. 1919, S. 744)
1920 schrieb Gustav Pauli einen Bericht über Hamburg und die neue Kunst und erwähnte darin auch die wenigen Galerien: „Der hamburgische Kunsthandel beschäftigt sich gelegentlich mit neuer Kunst, eine Firma, die ausschließlich sich mit ihr beschäftigt, gibt es hier nicht. In Betrachtkommen Ausstellungen im Kunstverein, bei Commeter [® COMMETER], in den Hansa-Werkstätten [®HANSA WERKSTÄTTEN], gelegentlich bei L. Bock & Sohn [® BOCK] und Klamt [®KUNSTHAUS DER ROTE BAUM] und für Graphik der Salon von Maria Kunde.“ (Gustav Pauli: Hamburg.- in: Der Ararat. München. H. 11/12 v. Dezember 1920, S. 144-145; Zitat S. 145) Für Hans W. Fischer, der 1922 den Hamburger Kunsthandel charakterisierte, gehörte Maria Kunde (neben -->> COMMETER, -->> BOCK und den -->> HANSA-WERKSTÄTTEN) „zu den wenigen Hamburger Kunsthandlungen, die eine solide Ausgewogenheit mit gelegentlichen Experimenten verbinden“ (Hans W. Fischer 1998, S. 87)
Ein Mitarbeiter um 1921/1922 war Richard Haizmann, der seit 1920 den Kunsthandel in der Galerie -->> GARVENS in Hannover erlernte um anschliessend bei Kunde „weitere Erfahrungen im Kunsthandel zu sammeln.“ (Richard Haizmann 1967, S. 243). 1922 wurde er selbst zum Kunsthändler (® HAIZMANN).
Zum Kunsthandelsangebot gehörte neben dem Angebot von Kunstgewerbe auch eine Rahmenwerkstatt sowie „Reproduktionen nach alten und lebenden Meistern“ (Anzeige in: Hamburger Kalender 1920, Anzeigenseite), dabei auch „Größte Auswahl in Piper-, Hanfstaengl-Drucken“ (Anzeige in: Der Kreis. H. 12 v. Dezember 1929, S. 741), die sich an Liebhaber mit kleinem Budget wandte. Dazu gibt es eine Erinnerungan die Kunsthandlung aus der Mitte der Zwanzigerjahre: „Bei Maria Kunde gab es auch in großer Auswahl die ersten farbigen Piper-Drucke [erschienen seit 1923]. Die für Malerei interessierte Jugend Hamburgs war begeistert. Sich geliebte, moderne Bilder in guten Reproduktionen an die Wand zu hängen wurde Mode.“ (Edith Oppens 1969, S. 109)
Einer der Künstler, für den sich die Kunsthandlung besonders einsetzte, war der junge Hamburger Künstler Walter Gramatté. 1920 veranstaltete Kunde seine erste Ausstellung in Hamburg, zu der ein dekorativer Holzschnitt als Einladung verschickt wurde. Aus einem Brief des Künstlers an die Kunsthandlung kann geschlossen werden, dass Gramatté auch daran dachte, Kunde seine neuesten Druckgraphiken zum Vetrieb zu überlassen (Walter Gramatté 1982, S. 19). Die Ausstellung war ein Erfolg auf allen Linien: Für Rosa Schapire gab sie Anlass, in einer überregionalen Kunstzeitschriftüber den Künstler zu schreiben (Der Cicerone. H. 14 v. 15. 7. 1920, S. 553-554), die Verkäufe scheinen auch befriedigend gewesen zu sein. An seinen Freund Edlef Koeppen schrieb Gramatté am 5. Juli 1920: „Ich habe in Hamburg gut verkauft und bin einen Teil meiner Schulden los […] Viel Graphik, alles in allem etwa für 14 bis 15 000 M.“ (Walter Gramatté 1982, S. 19). 1924 und 1926 folgten weitere Ausstellungen des Künstlers.
Neben der Präsentation von Hamburger Künstlern wie Eduard Bargheer (1926), Erich Brill (1925), Lore Feldberg-Eber (1932), Elfriede Lohse-Wächtler (1929 Friedrichsberger Köpfe (Aquarelle aus der ‚Irrenanstalt’ Friedrichsberg), Emil Maetzel (1920), Dorothea Maetzel-Johannsen (1920), Anita Rée (1927), Heinrich Stegemann (1921), Claus Wrage (1929)
setzte sich der Kunstsalon auch vermehrt für Malerinnen, Graphikerinnen und Bildhauerinnen ein. Bereits 1911 stellte Maria Kunde auf einem eigenen Stand auf der Leipziger Messe deutsche Malerinnen aus (Carsten Meyer-Tönnesmann 1985, S. 37), Lithographien der Berliner Künstlerin Ulli (Ulrike) Wolters erschienen im Verlag der Galerie und neben den bereits erwähnten Hamburger Künstlerinnen stellten noch u. a. Hedwig Thun (1930), Else Weber (1931), Ottilie Wollmann (1928 ) und Augusta von Zitzewitz (1923) aus.
Anna Menke musste 1938 aus der Galerie ausscheiden, da sie als Jüdin keine Aufnahme in die Reichskammer der Bildenden Künste fand. Gertrud Magnussen leitete die Galerie nun alleine, ehe diese am 1. März 1939 von Dr. Friedrich Hammer übernommen wurde und das Angebot in der Folge eingeschränkt auf „nur Kunstliteratur, ill. Werke“ (Adressbuch des Deutschen Buchhandels 1940, S. 321) weitergeführt wurde. 1940 erhielt Ingeborg Hammer die Prokura und führte, da ihr Ehemann zur Wehrmacht eingezogen war, das Geschäft bis zum Bombenschaden im Juli 1943. Im April 1947 wurde die Galerie unter der Inhaberschaft von Ingeborg Hammer wieder eröffnet und feierte 1961 das 50jährige Bestandsjubiläum.
Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Dressler 1923; Handbuch des Kunstmarktes 1926
Das Haus der Frau auf der Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914. [Umschlagtitel]. Zweite Auflage.- Leipzig 1914 H[ermann] Colshorn: 50 Jahre Kunstsalon Maria Kunde in Hamburg.- in: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Nr. 70 v. 1. 9. 1961, S. 1366-1367
Edith Oppens: Der Mandrill. Hamburgs zwanziger Jahre.- Hamburg 1969
Carsten Meyer-Tönnesmann: Der Hamburgische Künstlerclub von 1897.- Hamburg 1985 Walter Gramatté 1897-1929. Eine Auswahl seiner Briefe. Hrsg. v. Ferdinand Eckhardt.- Berlin: Brücke-Museum1982. (Brücke-Archiv. Heft 12, 1981/82.)
Hans W. Fischer: Hamburger Kulturbilderbogen. Eine Kulturgeschichte 1909-1922. Neu hrsg. v. Kai-Uwe Scholz [u. a.]- Hamburg 1998
Roland Jaeger, Cornelius Steckner: Zinnober. Kunstszene Hamburg 1919-1933.- Hamburg 1983
Maike Bruhns: Kunst in der Krise. Hamburger Kunst im „Dritten Reich“.- Hamburg 2001 Expressionistischer Aufbruch in Hamburg - Publikationen, Bilder, Künstlerfeste.- Hamburg 2004
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KUNSTHAUSGOYERT
KUNSTHANDLUNG WILHELM GOYERT
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Minoritenstrasse 21 (1919-1931); Minoritenstrasse 9 (1932-1934); Breitestrasse 1 (um 1934); Hohe Strasse 97-99 (1934-1943). Zweigstellen in Köln: Drususgasse 5-7 (1920-1922); Friesenplatz 15 (ab 1922); Unter Fettenhennen 11 (um 1925); Ludwigstrasse 18 (um 1926); Filialen ausserhalb von Köln (bis 1925): Neuenahr (Rheinprovinz), Witten an der Ruhr (Westfalen), Stuttgart (Württemberg)
Inhaber: Wilhelm Rudolf Goyert
Mitarbeiter: Gertrud Goyert, Ludwig Leufgens (Prokuristen)
Bestand: 1918-1943; 1945 bis zur Gegenwart
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstgewerbehandlung, Kunstverlag, Rahmenhandlung
„Kunsthaus Goyert. Köln. Minoritenstr. 21. Gemöälde, Graphik, Plastik, Kunstgewerbe. Ankauf Verkauf. Angebote aus Privatz-Besitz mit näheren Angaben und Preis erbeten“ (Anzeige in: Katalog der grossen Kunstausstellung Düsseldorf 1920, Anzeigenseite V; ähnlich in: Der Kunstwanderer. 1. Aprilheft 1920, S. 305); „Kunsthaus Goyert. Hat ständig grösste Auswahl in Gemälden, Radierungen, Kunstblättern, Bronzen, Kunstgewerbl. Erzeugnissen“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Aprilheft 1920, S. 326); „Gemälde alter und neuer Meister, Graphik, Plastik, Kunstgewerbe“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 10 v. Mai 1920, Anzeigenseite); „Kunsthandlungen Goyert. Galerie Drususgasse 5-7. In wechselnden Ausstellungen alte und Neue Kunst. Kunsthandlung Minoritenstrasse 21. Ständig grösste Auswahl in Gemälden alter und moderner Künstler, Graphik, Plastik, erlesenem Kunstgewerbe, stilvolle Einrahmungen. Graphik-Verlag Drususgasse 5-7. Radierungen erster Künstler in vorzüglichen signierten Abzügen. Neuerscheinung: 6 Radierungen von Hannemann. Ansichtssendungen bereitswilligst. Verlangen Sie Graphik-Offerte und neuerschienenen Prött-Katalog“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Novemberheft 1920, S. 127); „Moderne Kunst, Originalgraphik. Kunsthandlung Wilhelm Goyert“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 1. Dezemberheft 1920, S. 149); „Wechselnde Ausstellungen alte und neue Kunst“ (Anzeige in: Die Kunst. Dezember 1920, Anzeigenseite
XI); „Ich suche einwandfreie Handzeichnungen nur erster Meister des 16.-18. Jahrhunderts zu kaufen“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 1./2. Juliheft 1922, S. 510; Der Sammler. Nr. 26 v. 1. 7. 1922, S. 414); „Alte Meister: Bol, Leonhard Bramer, Claesz Heda, Mommers, Pourbus. Neue Meister: Defregger, van Gogh, Ferd. Keller, Liebermann, Trübner. Feininger, Heckel, Rohlfs. Plastiken, Alte Möbel“ (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 1. Oktoberheft 1922, S. 63; ähnlich auch in Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 2 v. 13. 10. 1922, Umschlagseite 3); „Galerie Goyert. Köln. Unter Fettenhennen 11(Café Reichard), Gemälde erster Meister aller Zeiten. Kunsthaus Goyert, Köln. Minoritenstraße 21. Das Haus der vornehmen Geschenke. Graphik, Kunstgewerbe, Gemälde“ (Anzeige in: Die Kunst. H. 8 v. Mai 1925, Anzeigenseite XVIII)
Ausstellungen:
1920: Josef Weiss, Paul Prött; Münchner Schule, alte Meister; Dr. [Walter] Kühne, Schweitzer, Friedrich August Weinzheimer; Heinrich Reifferscheidt, Walter Waentig; Ilse Hanf, Georg Herman Gelbke; Lovis Corinth
Eröffnungsausstellung des Hauses „Neuwacht“, Drususgasse 5-7 mit Werken von Heinrich von Boddien, Hans Brass, Kinner von Dressler, Josef Eberz, Waldemar Eckertz, Lyonel Feininger, Paul Gösch, Erich Heckel, Oswald Herzog, Bernhard Hoetger, Wassily Kandinsky, Oskar Kokoschka, Paul Klee, César Klein, Moriz Melzer, Max Pechstein, Pablo Picasso, Curt Hermann Rosenberg, Maria Strakosch, Fritz Stuckenberg, Carl Emil Uphoff, Fritz Uphoff, Carl Völker, Erich Waske, Willy Zierath
1921: Max Pechstein, Rudolf Belling; Erich Waske, Bernhard Hoetger; Christian Rohlfs; Paul Prött, Friedrich August Weinzheimer; Franz M. Jansen; Karl Schmidt-Rottluff, Arnold Clementschitsch
1922: Matthias May; Eröffnungsausstellung der Ausstellungsräume Friesenplatz 15 (dabei u. a. Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Arnold Schmidt-Niechciol, Christian Rohlfs, Wilhelm Busch, Paula Becker-Modersohn, Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Anselm Feuerbach, Angelo Jank, Walter Geffcken); Paul Thiem; Lyonel Feininger, Köster (Köln), Carl Gunschmann
1923: Waldemar Coste, Adèle Lilljeqvist; Matthias May; Angelo Jank, Ludwig Otto Dill;
1924: Otto Pippel, Hans Volkmann; Lovis Corinth
1925: Friedrich Heubner
1926: Conrad Pfau
Verlag:
Die im Verlag von -->>v. ELSNER & SPIEKERMANN erschienenen Werke wurden von Goyert weitervertrieben und das Angebot durch neue Arbeiten und neu in den Verlag aufgenommene Künstler (dabei u. a. Hubert Hannemann, Hermann Peters, Bernard Schumacher) erweitert.
1919 erschien eine Mappe mit sechs Radierungen von F[riedrich] A[ugust] Weinzheimer: „Dante’s Inferno, Opus I“ (Anzeige in: Die Kunst. H. 9 v. Juni 1919, Anzeigenseite IX), 1920 erschien ein Graphik-Katalog: „Die Kunsthandlung Goyert versendet soeben ihren neuesten Graphik-Katalog. Im Eigenverlag dieses Kunsthauses scheinen die graphischen Arbeiten von Sepp Frank, Paul Pröst [Prött], Waentig, F. M. Jansen, F. A. Weinzheimer, Schumacher-Berlin, Josef Weiß, Wildermann, Peters, v. d. Hoff und anderen.“ (Der Cicerone. H. 7 v. 13. 4. 1920, S.302; ähnlich in: Der Kunstwanderer. 1. Aprilheft 1920, S. 300). Ebenfalls 1920 erschienen von Paul Prött die beiden Mappenwerke „Köln“ und „Der Rhein“(Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Juniheft 1920, S. 409). „Die schönen Bauten und geheimen Gassen Kölns haben den Künstler für seine neuen Blätter angeregt. Auch unter den Rheinmotiven hat Prött die schönsten herausgegriffen. Über das graphische Werk Prötts orientiert ein mit zahlreichen Illustrationen geschmückter Prospekt, den das Haus Goyert soeben herausgab.“ (Der Kunstwanderer. 2. Juniheft 1920, S. 409).
Im Herbst 1920 erschienen sechs Radierungen von Hubert Hannemann (Anzeige in: Der Kunstwanderer. 2. Novemberheft 1920, S. 127), 1921 werden in einer Anzeige die Künstler des Graphikverlages genannt: Sepp Frank, Hubert Hannemann, H[einrich] von den Hoff, H[ermann] Peters, Paul Prött, B[ernard] Schumacher, Walter Waentig, Hans Wildermann, F[riedrich] A[ugust] Weinzheimer (Anzeige in: H. M. Pechstein und Rudolf Belling. Buch III der Galerie Goyert [1921], Anzeigenseite).
Zwischen November 1920 und August 1921 erschienen sechs Kataloge zu Ausstellungen und dem Galerieangebot der Galerie:
Neue Kunst. Erstes Buch der Galerie Goyert [November 1920]
Alte Meister. Zweites Buch der Galerie Goyert [1920]
H. M. Pechstein, Rudolf Belling. Drittes Buch der Galerie Goyert [Februar 1921]
Erich Waske. Viertes Buch der Galerie Goyert [April 1921]
Christian Rohlfs. Fünftes Buch der Galerie Goyert [Mai 1921]
F. M. Jansen. Sechstes Buch der Galerie Goyert [August 1921]
Bemerkung:
Wilhelm Rudolf Goyert (1887-1954) stammte aus Witten an der Ruhr und begann seine Kunsthandelskariere als Angestellter in der 1908 gegründeten Kölner Kunsthandlung -->>v. Elsner & Spiekermann, wo er am 1. Februar 1913 Mitinhaber wurde. Mit 1. April 1918 übernahm Wilhelm Goyert die Kunsthandlung und führte sie unter eigenem Namen als Kunsthaus Goyert. Ihm zur Seite stand seine Frau Gertrud Goyert (1891-1947), ausgestattet mit Gesamtprokura.
Bereits 1919 dürfte Goyert an eine Ausweitung des Geschäftes gedacht haben, denn per Anzeigen suchte er einen Mitarbeiter. „Erste kunsthändlerische Kraft mit bester Allgemeinbildung gesucht. Derselbe muss auf dem Gebiet der Graphik und im Gemäldeverkauf durchaus bewandert sein und nebst besten Umgangsformen ein gutes Verkaufstalent besitzen. Gehalt der Stellung und Leistung entsprechend. Vollständige Beherrschung der englischen und französischen Sprache Bedingung. Angebote mit Bild umgehend erbeten an Kunsthandlung Wilhelm Goyert, Köln am Rhein, Minoritenstr. 21“ (Anzeige in: Kunst und Künstler. H. 2 v. November 1919, Anzeigenseite 3; Die Kunst. H. 2 v. November 1919, Beilage S. XVIII).
Bereits im Frühjahr 1920 wurden von der Galerie Goyert erste Meldungen über den Neubau einer „Gemälde-Galerie großen Stils“ an die Kunstpresse gegeben (Der Kunstwanderer. 2. Aprilheft 1920, S. 321; Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 31 v. 30. 4. 1920, S. 599). Die geplante Eröffnung „Mitte dieses Jahres“ konnte jedoch nicht eingehalten werden und verschob sich in den Spätherbst.
„Das Kunsthaus Goyert eröffnete unter dem Namen ‚Haus Neuwacht’ seinen Ausstellungsbau, der von jungen Kölner Künstlern unter sehr geschickter Ausnützung der vorhandenen Räumlichkeiten gestaltet wurde, mit einer großen Kunstschau, die auch alte, vorwiegend aber expressionistische Werke bringt; man liest vielgenannte Namen […] (Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 13 v. 24. 12. 1920,S. 249).
Architekten des Hauses mit 800 m² waren Hermann Sauren und Hans Hansen, Teile der Ausstattung stammten von der Frechener Keramik (Egon Heeg 1992, Objektliste 63, Abb. S. 197). Die Namensgebung des Hauses „Neuwacht“ stammte von Rudolf Steiner, dessen anthroposophischer Bewegung Wilhelm Goyert nahe stand. Goyert war auch der Initiator für die Gründung einer Waldorfschule in Köln, die unter dem Namen „Freie Neuwachtschule Köln“ Ostern 1921 im Haus seiner Galerie ihre Tätigkeit begann (Archiv Seminar für Waldorfpädagogik, Stuttgart; Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland. H. 30, 1954, S. 182-184).
Das Plakat der Eröffnungsausstellung stammte von dem Kölner Bildhauer Heinz Geier (Der optische Skandal 1992, Nr. 39, bezeichnet H. Geier), „die Eröffnung vollzog sich in ernster Feierlichkeit. Der Direktor des Wallraf-Richartz-Museum Professor Dr. [Karl] Schäfer sprach über die Bedeutung dieses Kunstunternehmens“ (Der Kunstwanderer. 2. Dezemberheft 1920, S. 165). Im Katalog der Eröffnungsausstellung wird das „Programm“ der Galerie dargelegt: „In diesem Sinne wollen die Veranstaltungen der Galerie Goyert in Haus Neuwacht einer Forderung der Besten unserer Zeit gerecht zu werden, und dem gesamten Kunstwirken ganz gleich welcher Art, Richtung, Nation oder Weltanschauung - wenn es sich nur in echter, ernster Weise künstlerisch gestaltend gibt - wahres Kunstschaffen ist, - durch wechselnde Ausstellung und Vorträge über Kunst und ihre Bestrebungen eine Pflegestätte und Wirksamkeit bieten.“ (Neue Kunst. Erstes Buch der Galerie Goyert/Köln am Rhein. [November 1920] S. 5-6)
Zahlreiche überregionale Kunstzeitschriften berichteten über den Neubau: „Ende November ist hier die neue Galerie Goyert gegenüber dem Wallraf-Richartz-Museum eröffnet worden. Es fehlte der Stadt Köln bisher ein eigentliches Kunstzentrum, welches außer den Toten auch den Lebenden und Schaffenden eine Heimstätte sein konnte. Durch das Goyertsche Kunsthaus hat die Stadt nun ein ihrer Entwicklung angemessenes Kunstzentrum erhalten. […] Daß die Kunsthandlung Goyert unter den heutigen, für einen Neubau so außerordentlich ungünstigen Zeiten den Mut zur Schaffung dieses Kunsthauses gefunden hat, muß in der Tat bewundert werden. Es ist aufs dringlichste zu hoffen, dass dem großzügigen Unternehmen […] die besten Erfolge beschieden sein mögen. Die Galerie besteht zunächst aus einer Ausstellungshalle für Plastiken und Kunstgewerbe, dann dem eigentlichen Ausstellungsraum für Gemälde. Im ersten Stock befindet sich ein weiterer Ausstellungsraum, der zugleich als Saal für Vorträge, die in fortlaufender Reihe gedacht sind, dient. Ferner finden sich die Räume für den Kunstverlag […] und schließlich sind noch Werkstätten für Schreinerei und Bildereinrahmerei angeschlossen.“ (Die Kunst. H. 4/5 v. Januar/Februar 1921, Beilage S. IX) Ergänzt werden die Ausstellungsräume durch „kleinere Seitenkabinette für graphische Kunst“, womit Köln „in dieser Galerie heute ein Instrument [hat], wie es keine andere deutsche Großstadt hat.“ (Der Cicerone. H. 1 v. 13. 1. 1921, S. 36). Im erwähnten grossen Saal fanden später auch Kammermusikabende statt.
So positiv die Errichtung des Kunsthauses besprochen wurde, so kritisch wurde die Eröffnungsausstellung bewertet. Da liest man von „erschreckender Durchschnittlichkeit“ (Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 13 v. 24. 12. 1920,S. 249), Transportschwierigkeiten der Zeit und andere Probleme werden verantwortlich gemacht, dass „sehr viel in der Ausstellung auch sehr entbehrlich [war] so daß der Wunsch, daß das außerordentlich begrüßenswerte Unternehmen in den künftigen Ausstellungen eine schärfere Auswahl nach der Seite der Qualität hin treffen möge, nicht unterdrückt werden kann.“ (Die Kunst. H. 4/5 v. Januar/Februar 1921, Beilage S. IX) und Alfred Salmony, der Köln-Korrespondent des „Kunstblatt“ resumierte: „Der Salon könnte in Köln eine Mission haben, wenn er zu der guten Richtung ein sicheres Qualitätsgefühl fügen würde.“ (Das Kunstblatt. H. 1 v. Januar 1921, S. 32, gezeichnet: A. S.)
Die geäusserte Kritik schien auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. „Endlich begreift man, daß in solche Räume wirkliche Kunstwerke gehören“ (Das Kunstblatt. H. 4 v. April 1921, S. 127) und die „rührige Galerie Goyert, die an Kosten nicht spart, um den sterilen Boden des heiligen Köln für die moderne Kunst aufzulockern“ (Der Cicerone. H. 5 v. 10. 3. 1921, S. 162) präsentierte von Februar bis März 1921 eine Ausstellung mit Gemälden von Max Pechstein und Plastiken von Rudolf Belling. „Nach der Enttäuschung, die die Galerie Goyert in Köln mit ihrer Eröffnungsausstellung erlebte, ist ihr der Erfolg, den sie mit der Pechstein-Ausstellung erzielte, voll zu gönnen. Eine Reihe rheinischer Privatsammler haben Werke dieses berlinischsten Expressionistenführers erworben. Außerdem zeigt Belling […] Bildwerke. Ein sehr schöner Katalog ist erschienen, in dem Hans Geier, Paul Fechter, Paul Erich Küppers und Belling selbst die Ausstellung erläutern.“ (Der Querschnitt. H. 2/3, 1921, S. 91)
Es folgten Präsentationen von Erich Waske (April-Mai 1921), Christian Rohlfs (Juli 1921) und Franz Maria Jansen (September 1921), jeweils begleitet von einem umfangreichen Katalog.
Wenig später musste das Haus verkauft werden. „Es ist außerordentlich bedauerlich, daß in einer Stadt wie Köln ein solches Unternehmen, welches von dem Erbauer mit großen finanziellen Opfern und großem Idealismus angefasst wurde, nicht bestehen konnte. Vorläufig befinden sich die Ausstellungsräume in der I. Etage im selben Haus. Die Galerie Goyert wird im kommenden Jahre neue große Ausstellungsräume eröffnen.“ (Der Kunstwanderer. 2. Novemberheft 1921, S. 132).
Im Dezember 1921 versuchte Goyert sich auch im Auktionshandel zu etablieren, es ist jedoch nur eine Versteigerung nachzuweisen: Sammlung des Freiherrn von Seckendorff mit Werken von Heinrich von Zügel, Hans von Marées, Hans Thoma, Gabriel von Max, Franz von Lenbach u. a. (Die Kunst. H. 4 v. Januar 19222, Anzeigenseite XIII).
1920 und 1921 beteiligte sich die Galerie auch mit Leihgaben an Ausstellungen ausserhalb Kölns: 1920 war Goyert Leihgeber der Paul Klee-Ausstellung bei -->>GOLTZ in München (Der Ararat 1920, Nr. 62, 149, 168), 1921 war Goyert mit den Künstlern Heinrich Nauen und Christian Rohlfs bei einer Ausstellung in Basel vertreten (Moderne Deutsche Malerei 1921, Nr. 55, 78, 79).
Während die Ausstellungen im „Haupthaus“ Minoritenstrasse 21 weiterliefen, eröffnete Wilhelm Goyert im Mai 1922 neue Ausstellungsräume am Friesenplatz 15. Um 1925 gab es Räume Unter Fettenhennen 11 (auch Sitz der Galerien -->>S. Salz und -->>Becker-Newmann), um 1926 in der Ludwigstrasse 18. Darüber hinaus gründete Goyert drei Filialen ausserhalb von Köln in Neuenahr (Rheinprovinz), Witten an der Ruhr (Westfalen) und in Stuttgart (Württemberg), die alle 1925 aufgegeben wurden (Adressbuch des Deutschen Buchhandels 1926, Abteilung II, S. 16).
Um 1932 übersiedelte Goyert in die Minoritenstrasse 9, später kurzfristig in die Breitestrasse 1 und 1934 in die Hohe Strasse 97-99, wo die Galerie bis 1943 bestand. Wie sehr auch Goyert und seine Künstler unter Beobachtung standen, belegen die zahlreichen Nennungen in Wolfgang Willrichs „Säuberung des Kunsttempels“, wo die Galerie abwertend „Goyert-Laden“ genannt wird (Willrich 1938, S. 71, 97, 170, 172). „In der Zeit der ‚entarteten Kunst’ mussten alle Bestände an Aquarellen und Graphiken von Otto Müller, Emil Nolde oder Paul Klee unter dem Ladentisch verschwinden; dieser ‚Ladentisch’ war aber auch einigen Kölnern bekannt, und so konnten sie hin und wieder für 2 oder 5 Mark eine expressionistische Graphik erwerben.“ (Goyert 1984, S. [6]).
Das Haus und damit auch alle Geschäftsunterlagen wurden im Juni 1943 durch Bombardierung zerstört. Nach der Übersiedlung nach Köln-Braunsfeld wurde auch das Haus in der Raschdorffstrasse zerstört und der Kunsthandel ruhte bis zum Neubeginn 1945. (65 Jahre Kunsthandlung Goyert.- in: Der Kunsthandel. Nr. 10 v. Oktober 1984, S. 24). Heute ist die Galerie in der Hahnenstrasse 18 in dritter Generation in Familienbesitz. 1984 wurde anlässlich von „65 Jahre Goyert“ eine schmale Broschüre mit 20 Seiten Umfang veröffentlicht, die das (falsche) Gründungsjahr 1919 im Titel führt: Goyert. Seit 1919 in Köln [1984].
Nachweise:
Archive:
Stuttgart: Archiv Seminar für Waldorfpädagogik
Literatur:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Müller, Adressbuch des Deutschen Buchhandels und verwandter Berufszweige; Dressler 1923; Handbuch des Kunstmarktes 1926; Maecenas 1927; Maecenas 1930; Dressler 1930
Der Ararat. Zweites Sonderheft. Paul Klee. Katalog der 60. Ausstellung der Galerie Neue Kunst Hans Goltz Mai-Juni 1920
Moderne Deutsche Malerei.- Kunsthalle Basel 1921
Wolfgang Willrich: Säuberung des Kunsttempels. Eine kunstpolitische Kampfschrift zur Gesundung deutscher Kunst im Geiste nordischer Art. Zweite Auflage.- München, Berlin 1938 Rudolf Meyer: Wilhelm Rudolf Goyert.- in: Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland. H. 30, 1954, S. 182-184
Goyert. Seit 1919 in Köln.- [Köln 1984]
Der optische Skandal. Plakatkunst von Toulouse-Lautrec bis Art Deco.- Wien 1992
Egon Heeg: Die Köln-Frechener Keramik des Tini Ooms 1919-1934.- Köln 1992
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
AACHEN
J. AMENDT
GRAPHISCHES KABINETT J. AMENDT
KUNSTHANDLUNG J. AMENDT
J. AMENDT (LEO AMENDT)
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
BERLIN
BUCHHANDLUNG „DIE AKTION“ (STERA PFEMFERT)
AKTIONSBUCHHANDLUNG
KUNSTAUSSTELLUNG DER AKTION
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kaiserallee 222
Inhaber: Stera Pfemfert (d. i. Alexandra Ramm-Pfemfert)
Bestand: 1917-1918 (als Kunsthandlung)
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung
FRAENKEL & CO. (JOSEF ALTMANN)
JOSEF ALTMANN
JOSEF ALTMANN. KUNSTHANDLUNG UND ANTIQUARIAT
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Lützowufer 13 (1919-1927); Luisenstrasse 6 (1927)
Inhaber: Josef Altmann
Mitarbeiter: Karl Alexander Effenberger (Geschäftsführer)
Bestand: 1919-1927
Charakteristik: Antiquariat, Auktionen, Verlagsbuchhandlung, Kunsthandlung
AMELANGSCHE KUNSTHANDLUNG
SCHWARZ-WEIß-SALON AMELANG
AMELANG’SCHE BUCH- UND KUNSTHANDLUNG (EGGERS & BENECKE) G. M. B. H.
Adresse: BERLIN/CHARLOTTENBURG, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kantstrasse 164
Inhaber: Georg Eggers, Henry Benecke
Mitarbeiter: Carl Kappstein; Carl Nicolai
Bestand: 1902-1944
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung, Verlag
ARBEITER-KUNST-AUSSTELLUNG
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Petersburgerstrasse 39; Parochialstrasse 29
Inhaber: Ernst Friedrich
Bestand: 1919-1922
Charakteristik: Ausstellung
ATLANTIC BUCHHANDLUNG HANS LEVIN
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Motzstrasse 21
Inhaber: Hans Levin (1909-1929); Walter Kleine (1930-1936)
Bestand: 1909-1936
Charakteristik: Buchhandlung
BUCH UND KUNST ALBRECHT BLAU
BUCHHANDLUNG ALBRECHT BLAU
BUCHHANDLUNG ALBRECHT BLAU G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Spichernstrasse 7 (ab 1920); Tauentzienstrasse 18 a (ab etwa 1925)
Inhaber: Albrecht Blau; ab 1925 G. m. b. H.
Mitarbeiter: Albrecht Hirsch, Geschäftsführer (vor 1925)
Bestand: 1920(-1935)
Charakteristik: Buchhandlung, Verlag, Graphisches Kabinett
BUCH - UND KUNSTHEIM K. & E. TWARDY
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Potsdamerstrasse 12 (bis etwa 1932); Königin-Augusta-Strasse 23 (1933); Kniprodestrasse 10 (1934)
Inhaber: Käte und Emma Twardy (1919-1928); Emma Twardy (ab 1928)
Mitarbeiter: Elena Lissner-Blomberg
Bestand: 1919-(1935)
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Kunstgewerbehandlung
Als Mustereintrag am Beginn der Seite
DER BUCHLADEN KURFÜRSTENDAMM
BUCH-KUNST-KURFÜRSTENDAMM
DER BUCHLADEN KURFÜRSTENDAMM (AXEL JUNCKER) G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kurfürstendamm 210, Kurfürstendamm 29
Inhaber: Axel Juncker; um/nach 1920 Axel Juncker, Dr. Herbert Ephraim, Albert List, Peter List, Rahel Berdach; später eine G. m. b. H.
Mitarbeiter: Peter List, Dr. Herbert Ephraim, Rahel Berdach (Geschäftsführer der G. m. b. H.)
Bestand: Gründung 1912
Charakteristik: Sortimentsbuchhandlung, Spezialbuchhandlung für Kunstliteratur und bildende Kunst, Ausstellung für Graphik
OTTO BURCHARD
DR. OTTO BURCHARD
KUNSTSALON DR. OTTO BURCHARD
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Lützowufer 13
Inhaber: Dr. Otto Burchard
Bestand: 1919-1921
Charakteristik: Kunsthandlung
CHARLES A. DE BURLET
CHARLES A. DE BURLET NACHF.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Unter den Linden 1
Inhaber: Charles Albert de Burlet (1910-1912); Hans Boerner, Gustav Nebehay (ab 1912)
Mitarbeiter: Kurt Opitz (Leitung 1912/13)
Bestand: 1910-(1913)
Charakteristik: Kunsthandlung, Graphikhandlung
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Fasanenstrasse 85
Inhaber: Euphorion-Verlag G. m. b. H.
Geschäftsführer: Dr. Abraham Horodisch (1920-1924), Siegfried Pfankuch (1920-1927), Hubert Baumgärtel (1922-1925), Dr. Ernst Rathenau (ab 1922)
Bestand: 1920-1935 (Verlag), 1922-1924 (Kunsthandlung)
Charakteristik: Verlag, Kunstverlag, Kunsthandlung
GALERIE FELDHÄUSSER & FRITZE
GALERIE F ET F
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kurfürstendamm 14-15
Inhaber: Dr. Kurt Feldhäusser, Marie Johanne Fritze
Bestand: (1935-1936)
Charakteristik: Kunsthandlung
GALERIE GROSZ
DIE MALIK-BUCHHANDLUNG A.-G. GALERIE GROSZ
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Viktoriastrasse 5
Inhaber: Dr. Alfred Gold
Bestand: 1927(-1930)
Charakteristik: Kunsthandlung
DR. FRITZ GOLDSCHMIDT DR. VICTOR WALLERSTEIN
GALERIE DR. GOLDSCHMIDT DR. WALLERSTEIN
GALERIE GOLDSCHMIDT WALLERSTEIN
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Schöneberger Ufer 36 a (1920-1928); Victoriastrasse 21 (ab 1928)
Inhaber: Dr. Fritz Goldschmidt, Dr. Victor Wallerstein
Bestand: 1920(-1933); die „Moderne Abteilung“ bestand 1921-1927
Charakteristik: Kunsthandlung
GRAPHIK-VERLAG
MÜNCHNER GRAPHIK-VERLAG
GRAPHIK-VERLAG MÜNCHEN G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Pariser Platz 7
Inhaber, Mitarbeiter: Otto Haas-Heye (Geschäftsführer)
Bestand: Als Graphik-Verlag (Bonn-München) seit etwa 1911, als Kunsthandlung 1915-1916
Charakteristik: Verlag und Galerie
GUTENBERG-BUCHHANDLUNG FRITZ MORAWE
GUTENBERG-BUCHHANDLUNG (Inh. Gyldendal’scher Verlag A. G.)
GUTENBERG KUNSTHANDLUNG
GUTENBERG-BUCHHANDLUNG (Inh. Universitas Deutsche Verlags-Aktiengesellschaft)
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Tauentzienstrasse 5
Inhaber: Fritz Morawe; Gyldendal’scher Verlag A. G.; Universitas Deutsche Verlags-Aktiengesellschaft
Bestand: Gründung 1909
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung
VICTOR HARTBERG
KUNSTSALON VICTOR HARTBERG
KUNSTHANDLUNG VICTOR HARTBERG
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Schöneberger Ufer (umbenannt am 5. 6. 1935 in Großadmiral von Koester-Ufer) 41 (1936 umnummeriert in Nr. 79) (1933-1943) Inhaber: Otto von der Heyde
Bestand: 1933-1943
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNSTHANDLUNG JOHANNES HINRICHSEN
GALERIE HINRICHSEN
J. HINRICHSEN
J. HINRICHSEN/P. LINDPAINTNER
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Bellevuestrasse 3 (1927-1941); Bellevuestrasse 5 (1941); ALTAUSSEE, Ostmark/Gau Oberdonau (Steiermark), Fischerndorf 48
Inhaber: Johannes Heinrich Hinrichsen (1927); Johannes Heinrich Hinrichsen, Paul Lindpaintner (1927-1930); Johannes Heinrich Hinrichsen (ab 1930)
Bestand: 1927-(1945)
Charakteristik: Kunsthandlung
HOLLSTEIN & PUPPEL
REINHOLD PUPPEL, VORM. HOLLSTEIN & PUPPEL
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Meinekestrasse 19 (1913-1929); Kurfürstendamm 220 (1929-1934); Fasanenstrasse 65 (1934-1944); QUEDLINBURG, Preussen/Provinz Sachsen (Sachsen-Anhalt), Steinweg 18 (ab 1944)
Inhaber: Heinrich Hollstein, Reinhold Puppel (1913-1937); Reinhold Puppel (1937-1944)
Bestand: 1913-1944
KLEINE GALERIE
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Neue Wilhelmstrasse 8-11
Inhaber: G. m. b. H. ; Später O. C. Kribben, Rudolf Wiltschek
Bestand: 1923-1925
Charakteristik: Kunsthandlung
DIE KORNSCHEUER
„DIE KORNSCHEUER“. GESELLSCHAFT FÜR KUNSTVERTRIEB UND KUNSTVERLAG CONSTANTIN J. DAVID & CO.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Wilmersdorferstrasse 56 IV
Leiter: Constantin J. David
Bestand: 1920-1923
Charakteristik: Gesellschaft für Kunstvertrieb und Kunstverlag
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
KUNSTSTUBE G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Königin-Augusta-Strasse 22 (1928-1930); Schöneberger Ufer 31 (1930-1932)
Inhaber: Kunststube G. m. b. H.
Mitarbeiter: Ludwig Hermann Schütze und Charlotte Luke (Geschäftsführer der Kunsthandlung), Ursula von Krosigk (Geschäftsführerin der Buchhandlung ab 1930), Bernhard Baumgarten (Leitung des Graphischen Kabinetts 1930)
Bestand: 1927/1928-1932
Charakteristik: Kunsthandlung, Buchhandlung
BIBLIOPHILE BÜCHERSTUBE CLARA LANDAU G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kurfürstendamm 187, Schöneberger Ufer 31
Inhaber: G. M. B. H., Geschäftsführerin Clara Landau
Bestand: 1923-1930
Charakteristik: Kunstbuchhandlung
KUNST- UND BUCHHANDLUNG LANDSBERG
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kurfürstendamm 201
Inhaber: Robert Landsberg (1923 bis um 1925); Anna Braff, Hanns Wildt (1925-1927); Kunst- und Buchhandlung Landsberg G. m. b. H. (ab 1928)
Bestand: Gründung 1923
Charakteristik: Kunst- und Buchhandlung
GALERIE LUTZ & CO G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Unter den Linden 21 (1922-1924); Viktoriastrasse 30 (1926)
Inhaber: Dr. Friedrich A. Lutz
Bestand: 1922-(1926)
Charakteristik: Kunsthandlung, Galerie
MAXIMILIAN MACHT
KUNSTSALON MAXIMILIAN MACHT
GALERIE M. MACHT
BUCH- U. KUNSTHANDLUNG MAXIMILIAN MACHT G. M. B. H.
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Rankestrasse 1
Inhaber: Ges. m. b. H.
Mitarbeiter: Maximilian Macht (Geschäftsführer 1909), Siegfried Cohs, Alfred Sauermann (Geschäftsführer 1910), Alfred Sauermann (Geschäftsführer 1911), Elfriede Macht, geb. Carpentier (Prokurist 1911)
Bestand: 1908-1911
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung
HUGO MOSES
KUNSTHANDLUNG HUGO MOSES
GALERIE AM BRANDENBURGER TOR
HUGO MOSER
GALERIE MOSER
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Potsdamerstrasse 118c (1913-1914); Kurfürstenstrasse 56 I (1919-1921); Lützowstrasse 87 (1921-1922); Budapester Strasse (April 1925 umbenannt in Friedrich-Ebert-Straße) 21 (1922-1926); Bendlerstrasse 36 (1926-1930); Mätthäikirchstrasse 32 (1930-1933); Hitzigstrasse 7 (1933
Inhaber: Hugo Moses (um 1925 umbenannt in Hugo Moser)
Bestand: 1912-1914; 1919-(1933)
Charakteristik: Kunsthandlung
NEUE KUNSTHANDLUNG
NEUE KUNSTHANDLUNG SAMUEL MARGULES
NEUE KUNSTHANDLUNG G. M. B. H.
ASCHINGER-MARGULES
KUNST-SALON MARGULES
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Tauentzienstrasse 6; Lützowstrasse 31/Eingang Magdeburger Strasse (1929); Nettelbeckstrasse 11 (1929-1931)
Inhaber: Charlotte Aschinger, Samuel Margules (1917); Samuel Margules (1918/1919); G. m. b. H. (Geschäftsführer Samuel Margules)
Bestand: 1917-1931
Charakteristik: Kunsthandlung, Verlag
SALON NEUNER
ALBERT NEUNER
MÜNCHENER KUNSTHANDLUNG G. M. B. H.
ANTIQUARIAT OSKAR RAUTHE
BUCH- UND KUNSTANTIQUARIAT OSKAR RAUTHE
KUNSTVERLAG UND ANTIQUARIAT OSKAR RAUTHE
OSKAR RAUTHE (ELSE RAUTHE)
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Handjerystrasse 72
Inhaber: Oskar Rauthe (1908-1923), Else Rauthe (ab 1923)
Bestand: 1908-(1940)
Charakteristik: Buch- und Kunstantiquariat, Kunstverlag, Verlagsbuchhandlung
WERBEDIENST G. M. B. H. (HERMANN RECKENDORF)
HERMANN RECKENDORF VERLAG
VERLAG HERMANN RECKENDORF G. M. B. H.
RECKENDORFHAUS
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Lützow Strasse 102-104 (1918-1929); Hedemannstrasse 24 (1929-1933); Niederlassung in München, Kaufingerstrasse 23 (1923)
Inhaber: Hermann Reckendorf; ab etwa 1927 eine G. m. b. H.
Mitarbeiter: Hermann Reckendorf (Geschäftsführer); Elisabeth Vogel (nach 1930 Frank-Vogel), Ludwig Werner (Gesamtprokura); Paul Westheim (Redaktion „Das Kunstblatt“ und Organisation der Ausstellungen)
Bestand: 1918-1933
Charakteristik: Buchhandlung, Buchdruckerei, Annoncenexpedition, Graphische Anstalt, Kunstverlag, Lithographische Anstalt, Ausstellungen
REISS & KRÜGER
REISS & KRÜGER VERLAG FÜR GRAPHIK
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Wichmannstrasse 10
Inhaber: Erich Reiss, Erich Krüger
Mitarbeiter: Paul Ferdinand Schmidt
Bestand: 1922-(1926)
Charakteristik: Graphik-Verlag, Graphik-Handlung
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Unter den Linden 71 (1910-1936); Unter den Linden 68 (1937-1938); Kleine Mauerstrasse 1 (1939-1943)
Inhaber: Victor Rheins
Bestand: 1910- (1943)
Charakteristik: Kunsthandlung
SALON RIBÉRA
SALON RIBERA
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Potsdamerstrasse 20
Inhaber: Arthur Cechini
Mitarbeiter: Willy Pastor
Bestand: 1898-1900
Charakteristik: Kunsthandlung
DR. ERWIN ROSENTHAL
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Bendlerstrasse 17
Inhaber: Dr. Erwin Rosenthal
Mitarbeiter: Dr. Karl Schwarz
Bestand: (1920-1925)
Charakteristik: Kunst- und Buchantiquariat, Kunsthandlung
GALERIE DR. SCHÄFFER
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Behrenstrasse 28 (1924 bis um 1930); Friedrich Ebertstrasse 7 (um 1930); Bellevuestrasse 9 (um 1933)
Inhaber: Dr. Hans (Hanns) Schäffer
Bestand: 1924-1939
Charakteristik: Kunsthandlung
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
HEINRICH TIEDEMANN
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Unter den Linden 12-13
Inhaber: Heinrich Tiedemann (1925); Carl Eckelmann
Bestand: 1925-
Charakteristik: Buch- und Kunst-Antiquariat
KUNSTKAMMER MARTIN WASSERVOGEL
KUNST-KAMMER MARTIN WASSERVOGEL
KUNST KAMMER MARTIN WASSERVOGEL
WERTHEIM
KUNST-AUSSTELLUNG WERTHEIM
A. WERTHEIM G. M. B. H.
MODERNE GALERIE WERTHEIM
A. WERTHEIM ANTIQUITÄTENHAUS
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Leipziger Strasse 126-137/Leipziger Platz/Vossstrasse; Bellevuestrasse 7-8
Inhaber: A. Wertheim G. m. b. H. (Gesellschafter: Georg, Franz und Wilhelm Wertheim)
Bestand: (1900-1934)
RUDOLF WILTSCHEK
GALERIE RUDOLF WILTSCHEK
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Neue Wilhelmstrasse 9-11 (1925-1926); Viktoriastrasse 2 (1926-1928); Bellevuestrasse 9 (ab 1928)
Inhaber: Rudolf Wiltschek
Bestand: 1925-(1930)
Charakteristik: Kunsthandlung
ERNST ZAESLEIN
Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Leipziger Straße 128 (ab 1898); Potsdamerstrasse 129 (um 1900); Neue Winterfeld-Strasse 26 (um 1906 bis um 1909); Wernerstrasse 15 (1912); Schorlemeralle 36 (1916)
Inhaber: Ernst Zaeslein
Bestand: 1898-(1918)
Charakteristik: Gemäldesalon, Kunsthandlung
BIELEFELD
KUNSTSALON BRINKMANN
KUNSTSALON HEINRICH BRINKMANN
Adresse: BIELEFELD, Westfalen (Nordrhein-Westfalen), Gerichtstrasse 1, später Turnerstrasse 61
Inhaber: Heinrich Brinkmann
Bestand: 1900-1958
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNST-SALON OTTO FISCHER
Adresse:
BIELEFELD, Westfalen (Nordrhein-Westfalen), Gehrenberg 2; Obernstrasse 47 (ab 1906)
Inhaber: Otto Fischer (1901-1927); Georg Wilhelm Fischer (ab 1927)
Mitarbeiter: Dr. Franz Bock; Ende der Zwanzigerjahre ist Frl. Emma Meinert als Geschäftsführerin genannt.
Bestand: Gegründet 1901, nach 1945 fortgesetzt
Charakteristik: Kunst- und Kunstgewerbehandlung
BONN
COHEN
FRIEDRICH COHEN
KUNSTSALON FRIEDRICH COHEN
HEINRICH COHEN
Adresse: BONN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Am Hof 30 (Friedrich Cohen); Am Hof 14 (Heinrich Cohen)
Inhaber: Friedrich Cohen (bis 1903); Fritz Cohen jun. (1903-1912), Heinrich Cohen (1903-1912); Fritz Cohen jun. (1912-1927); Hedwig Cohen-Bouvier (ab 1927)
Bestand: 1829-heute
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Kunsthandlung, Verlag („Friedrich Cohen“); Kunsthandlung, Kunstantiquariat, Kunstverlag („Heinrich Cohen“)
KUNSTHAUS HANS GUTACKER
KUNSTHANDLUNG HANS GUTACKER
KUNSTANTIQUARIAT HANS GUTACKER
Adresse: BONN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Am Weiher 2 (1923); Coblenzer Strasse 14 (1926-1929); Thielstrasse 4 (ab 1929)
Inhaber: Hans Gutacker
Bestand: gegründet 1921
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstantiquariat, Kunstverlag, Antiquitätenhandlung
BRAUNSCHWEIG
AUGUST DÖRBANDT
SALON DÖRBANDT
DÖRBANDTS KUNSTHANDLUNG UND KUNSTSALON
Adresse: BRAUNSCHWEIG, Herzogtum Braunschweig (Niedersachsen), Bohlweg 22/23 I
Inhaber: August Dörbandt
Bestand: 1900-(1934)
Charakteristik: Kunsthandlung
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
BREMEN
FRANZ LEUWER
FRANZ LEUWER. BUCH- UND KUNSTHANDLUNG
KUNSTSALON LEUWER
Adresse: BREMEN, Freie Hansestadt Bremen, Obernstrasse 57 (ab 1903); Obernstrasse 14 (ab etwa 1906)
Inhaber: Franz Leuwer (1903-1916); Anni (Johanna Rosa) Leuwer, geb. Neumark, Carl Emil Spiegel (1917-1933); Carl Emil Spiegel (ab 1933)
Mitarbeiter: Leopold Otto Heinrich Biermann (Kunsthandlung)
Bestand: Gründung 1903
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung, Gemäldeausstellung, Verlag
LINNE, ZIEGERT & CO
Adresse: BREMEN, Freie Hansestadt Bremen, Kohlhökerstr. 14
Inhaber: Ferdinand Adolph Linne, Otto Erich Ziegert (persönlich haftende Gesellschafter)
Bestand: (1923-1924)
Charakteristik: Kunst- und Buchhandlung
BRESLAU
GALERIE ARNOLD
Adresse: BRESLAU, Schlesien (Wrocław/Polen), Tauentzienplatz 3 (1909-1911); Tauentzienplatz 1 (1911-1920)
Inhaber: Ludwig Wilhelm Gutbier
Mitarbeiter: Ferdinand Möller (1913-1917); Casimir Stenzel (1917-1920)
Bestand: 1909-1920
Charakteristik: Kunsthandlung
MAXIMILIAN AVENARIUS
BUCH- UND KUNSTSTUBE MAXIMILIAN AVENARIUS
Adresse: BRESLAU, Schlesien (Wrocław/Polen), Münzstrasse 14; Tauentzienstrasse 2
Inhaber: Maximilian Avenarius
Bestand: 1919(-1926)
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung
BRUNO RICHTER
PERMANENTE GEMÄLDEAUSSTELLUNG BRUNO RICHTER
KÖNIGLICHE HOFKUNSTHANDLUNG BRUNO RICHTER
GEMÄLDESALON BRUNO RICHTER
Adresse: BRESLAU, Schlesien (Wrocław/Polen), Schloßsohle 1/Schweidnitzer Straße 8
Inhaber: Bruno Richter (ab 1879); Elisabeth Richter (bis 1918); Bruno Wenzel (1918-1927)
Bestand: 1879-1927
Charakteristik: Kunsthandlung, Verlag
GRAPHISCHES KABINETT JAKOB LUDWIG SCHWALBACH
Adresse: BRESLAU, Schlesien (Wrocław/Polen), Schweidnitzer Straße 16-18
Inhaber: Jakob Ludwig Schwalbach (ab 1916); Bruno Wenzel (um 1918)
Bestand: 1916-(1918)
Charakteristik: Graphikhandlung
MAX SINZ
TH. LICHTENBERG NACHFOLGER MAX SINZ
MAX SINZ. KUNSTHANDLUNG UND GEMÄLDEAUSSTELLUNG
KUNSTHANDLUNG MAX SINZ
Adresse: DRESDEN, Freistaat Sachsen (Freistaat Sachsen), Prager Strasse Ecke Mosczinsykstrasse 1 (1896-1917); Prager Strasse 38 (ab 1917)
Inhaber: Max Sinz (1896-1934); Max Sinz, Dr. Max Sinz, Heinrich Sinz (ab 1. 11. 1934)
Bestand: 1893-1945
Charakteristik: Kunsthandlung, Gemäldeausstellung
V. ZAHN & JAENSCH
V. ZAHN & JAENSCH NACHF.
Adresse: DRESDEN, Freistaat Sachsen (Freistaat Sachsen), Waisenhausstrasse 10
Inhaber: Robert von Zahn (1870-1921); Emil Jaensch (1880-1911); Arthur Wille (1911-1942) Bestand: 1850-(1943)
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung, Antiquariat, Verlag
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
DÜSSELDORF
AUGUST BAGEL
A. BAGEL
A. BAGEL AKTIENGESELLSCHAFT
Adresse: DÜSSELDORF, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Grafenberger Allee 98
Inhaber: August Bagel (1882-1916); Fritz Bagel (Mitbesitzer seit 1907); A. Bagel Aktiengesellschaft (seit 1921; Vorstand Fritz Bagel bis 1936)
Gründung 1826 in Wesel, seit 1878 in Düsseldorf. Besteht.
Charakteristik: Verlag, Druckerei
GALERIE JULIUS STERN
Adresse: DÜSSELDORF, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Königsallee 23
Inhaber: Julius Stern (1913-1934), Max Stern (1934-1937)
Mitarbeiter: Max Stern (1928-1934)
Bestand: 1913-1937
Charakteristik: Kunsthandlung, Galerie, Auktionen
BUCH- UND KUNSTKABINETT HANS TROJANSKI
BUCH- UND KUNST-KABINETT HANS TROJANSKI
Adresse: DÜSSELDORF, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Blumenstrasse 11
Inhaber: Hans Trojanski
Bestand: Gründung 1924
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Graphikhandlung
ELBERFELD
LOHMANN-HAUS
LOHMANNHAUS
Adresse: ELBERFELD (Wuppertal), Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Hofaue 53a; Zweigstelle in BERLIN, Geisbergstrasse 2 (ab 1923)
Inhaber: Max (Maximilian) Lohmann
Bestand: 1920(-1933)
Charakteristik: Kunsthandlung, Antiquitäten
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Goethestrasse 3
Inhaber: Johanna Ackermann, Walter Sauerwein
Bestand: 1919-1933
Charakteristik: Kunsthandlung, Rahmenhandlung
RUDOLF BANGEL
RUD. BANGEL’S GEMÄLDESÄLE
GEMÄLDESAAL IN FRANKFURT A. M
RUDOLF BANGEL G. M. B. H.
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen),
Neue Mainzerstrasse 66 (1888- 1899), Kaiserstrasse 66 (1899-1913), Neue Börse/Börsenplatz (1913-1923), Schillerstrasse 11a + Junghofstrasse 19 (1923-1928)
Inhaber: Rudolf Bangel; Ludwig Bangel, Adolf Bangel (bis 1921); G. m. b. H. (ab 1921 mit den Gesellschaftern Ludwig Bangel, Adolf Bangel, Paul Bangel, Dr. Rudolf Bangel, Gustav Adolf Bangel; später Ludwig Schmidt-Bangel und Hugo Krebs)
Bestand: 1870-1928
Charakteristik: Kunsthandlung, Gemälde-Saal, Auktionen
GALERIE CRAMER
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Kaiserstrasse 21
Inhaber: Herbert Cramer
Bestand: 1919 (-1932)
Charakteristik: Kunsthandlung, Verlag
M. GOLDSCHMIDT & CO
KUNSTSALON GOLDSCHMIDT
FRANKFURTER KUNSTSALON M. GOLDSCHMIDT & CO.
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Kaiserstrasse 1; Bockenheimer Landstrasse 17 (ab 1928); Eschenheimer Landstrasse 12 (1933)
HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg)
BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Tiergartenstrasse 1 (1925-1932); Bellevuestrasse 10 (1933 - 1934)
Inhaber: Marcel Goldschmidt, Emil Schwarzschild; Jakob Goldschmidt, Moritz Gutmann
Bestand: Frankfurt am Main 1891(-1933); Hamburg (1923-1925); Berlin 1925(-1934)
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstausstellung
MODERNE KUNSTHANDLUNG MARIE HELD
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Neue Mainzerstrasse 25
Inhaber: Marie Held
Bestand: 1908-1910
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNSTSALON KNOECKEL
KUNSTSALON H. KNÖCKEL
KUNSTVERLAG HERMANN KNOECKEL G. M. B. H.
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Kaiserstrasse 13 Entresol
Inhaber: Dr. Hermann Knoeckel
Bestand: 1907-1914
Charakteristik: Kunstverlag, Kunstausstellungen, Kunsthandlung
J. P. SCHNEIDER JR.
SCHNEIDER’S KUNSTSALON
J. P. SCHNEIDERS KUNSTSALON
SCHNEIDER’S KUNST-AUSSTELLUNG
GALERIE SCHNEIDER
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Rossmarkt 23 (ab 1892)
Inhaber: Gottfried Andreas (1884-1920); Carl Andreas, Fritz Andreas (ab 1920)
Bestand: 1824 - heute
Charakteristik: Rahmenhandlung, Kunsthandlung, Verlag
KUNSTHANDLUNG SCHUMANN
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Goetheplatz 11
Inhaber: W. Schumann
Bestand: Gegründet 1930
Charakteristik: Kunsthandlung
REITZ & KOEHLER HEINRICH TIEDEMANN
TIEDEMANN & UZIELLI
MARIO UZIELLI
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Schillerstrasse 15; Filiale in BERLIN, Dörnbergstrasse 3 (1923-1925)
Inhaber: Heinrich Tiedemann, Mario Uzielli
Bestand: 1880-1934
Charakteristik: Buch- und Kunstantiquariat, Graphisches Kabinett, Verlag
KUNSTHANDLUNG H. TRITTLER. INH.: PAUL SCHILTZ UND PAUL TRITTLER
KUNSTHANDLUNG H. TRITTLER. TRITTLER & SCHILTZ
KUNSTHANDLUNG H. TRITTLER INHABER PAUL SCHILTZ
KUNSTHANDLUNG FÜR MODERNE GRAPHIK H. TRITTLER INHABER PAUL SCHILTZ
GRAPHISCHES KABINETT HEINRICH TRITTLER INHABER PAUL SCHILTZ
KUNSTHANDLUNG HEINRICH TRITTLER INH.: CLARA SCHILTZ
GRAPHISCHES KABINETT HEINRICH TRITTLER (CLARA SCHILTZ)
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Goetheplatz 6-8; Goethestrasse 37 (Eingang Neue Mainzerstrasse)
Inhaber: Heinrich Trittler; Paul Trittler, Paul Schiltz (ab 1909); Paul Schiltz (1917-1927); Clara Schiltz (ab 1927)
Mitarbeiter: Karl Vonderbank (Prokurist, Geschäftsführer)
Bestand: 1870-2003
Charakteristik: Kunsthandlung, Graphisches Kabinett, Gemälde-Salon, Verlag
A. VOIGTLÄNDER-TETZNER. KUNSTHANDLUNG FÜR GRAPHIK
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Mainzer Landstrasse 19; ab 1910 auch Rossmarkt 14a (bis 1913); Buchgasse 11a (1913-1925)
Inhaber: Albert Voigtländer-Tetzner
Bestand: 1908-1925
Charakteristik: Graphikhandlung, Verlag, Antiquariat
Adresse: FRANKFURT AM MAIN, Hessen-Nassau (Hessen), Kirchnerstrasse 4
Inhaber: Anton Wachendörfer
Mitarbeiter: Arnold Wachendörfer (Prokurist)
Bestand: Gegründet 1884
Charakteristik: Kunsthandlung
FREIBURG/BADEN
FREIBURGER BÜCHERSTUBE SINTERMANN & DR. CULLMANN
FREIBURGER BÜCHERSTUBE DR. CULLMANN
Adresse: FREIBURG IM BREISGAU, Baden (Baden-Württemberg), Kaiserstrasse 29
Inhaber: Carl Sintermann, Dr. Rudolf Cullmann; Dr. Rudolf Cullmann
Bestand: Gegründet 1925
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Originalgraphik, Graphisches Kabinett
KUNSTHANDLUNG HANS SCHOOF
KUNSTHAUS SCHOOF
Adresse: FREIBURG IM BREISGAU, Baden (Baden-Württemberg), Ringstrasse 1
Inhaber: Oswald Joppich
Bestand: (1920/1925)
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung
GERA
KUNSTSALON MALTER
FRANZ MALTER
Adresse: GERA, Reuss (Thüringen), Schloßstrasse
Inhaber: Franz Malter
Bestand: 1906-1919
Charakteristik: Buch - und Kunsthandlung, Antiquariat
GÖTTINGEN
KUNSTSALON WERNER
KUNSTSALON WILH. WERNER
Adresse: GÖTTINGEN, Preussen/Provinz Hannover (Niedersachsen), Theaterstrasse 3
Inhaber: Wilhelm Werner
Mitarbeiter: Heinrich Werner
Bestand: Gründung 1903
Charakteristik: Kunst- und Kunstgewerbeausstellung
HAGEN
F. W. BRASS KUNSTHANDLUNG UND VERLAG
F. W. BRASS, KUNSTGEWERKLER
NEUE KUNST F. W. BRASS
Adresse: HAGEN, Westfalen (Nordrhein-Westfalen), Birkenhain 18-20
Inhaber: Fr. Wilhelm Brass
Bestand: 1920-1931
Charakteristik: Kunsthandlung und Verlag
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Rostocker Strasse 30; Danziger Strasse 9-11 (-1932); Schmiedestrasse 22 (ab 1932)
Inhaber: Bejeuhr & Look; Chr. H. A. Look; August Look
Bestand: Gründung 1906
Charakteristik: Buchhandlung und Kunsthandlung, Rahmenhandlung
TH. BRODERSEN & CO. G. M. B. H.
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Bei der Stadtwassermühle 5; Glockengiesserwall (Hamburger Kunsthalle)
Inhaber: Theodor Brodersen
Bestand: 1912-1930
Charakteristik: Kunsthandel
SALON CLEMATIS
KUNSTSALON CLEMATIS
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Hermannstrasse 30 (1901-1903); Neuer Wall 5 (1. 4. 1903-1907); Bleichenbrücke 10 (1907)
Inhaber: Marie Herz, später G. m. b. H.
Bestand: 1901-1907
Charakteristik: Kunstgewerbe, Kleinplastik, Kunsthandel
HAIZMANN
GRAPHISCHES KABINETT
GRAPHISCHES KABINETT GEORG MAULHARDT
GRAPHISCHES KABINETT HAIZMANN
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Caffamacherreihe 109
Inhaber: Georg Maulhardt, Richard Haizmann
Bestand: (1922-1924)
Charakteristik: Kunsthandlung
HANSA WERKSTÄTTEN
KUNSTSCHAU HANSA WERKSTÄTTEN
KUNSTSCHAU DER HANSA WERKSTÄTTEN
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Grosse Bleichen 28
Inhaber: Eugen Wittorf
Mitarbeiter: Theodor Brodersen, Victor Singer, Carl Otto Czeschka
Bestand: 1907 (Kunstgewerbehaus), 1919-1925 (Kunstschau)
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstgewerbehandlung
KUNSTHAUS KARL HEUMANN
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Stadthausbrücke 13; Jungfernstieg 24
Inhaber: Karl Heumann
Bestand: Gegründet 1922
Charakteristik: Kunsthandlung
GEORG HULBE
KUNSTGEWERBEHAUS HAMBURG
KUNSTGEWERBEHAUS HULBE
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Lindenstrasse 43/47 (1904-1911); Mönckebergstrasse 21 (ab 1911)
Inhaber: Georg Hulbe (1904-1914); Georg Hulbe und Wilhelm Schulze (1915-1917); Wilhelm Schulze (ab 1917)
Mitarbeiter: Susanne Hanitzsch
Bestand: Gründung 1904
Charakteristik: Kunstgewerbehaus und Kunsthandlung
MARIA KUNDE
GRAPHISCHES KABINETT MARIA KUNDE
KUNSTSALON MARIA KUNDE
GRAPHISCHES KABINETT BIEBERHAUS
KUNSTHANDLUNG MARIA KUNDE
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Ernst Merck-Strasse 9 (Bieberhaus)
Inhaber: Maria Kunde (1911-1919); Gertrud Magnussen, Anna Menke (1919-1938); Gertrud Magnussen (1939); Dr. Friedrich Hammer (1939-1943)
Bestand: 1911-1943; Fortsetzung ab 1947
Charakteristik: Graphisches Kabinett, Kunsthandlung
Als Mustereintrag am Beginn der Seite
ALFRED LOCHTE. KUNSTHANDLUNG
ALFRED LOCHTE. KUNSTHANDLUNG. WERKSTÄTTEN
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Grindelhof 41
Inhaber: Alfred Lochte
Bestand: Gründung 1919, besteht
Charakteristik: Kunsthandlung, Rahmenhandlung
GALERIE LÜDERS
KUNSTRAUM LÜDERS
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Colonnaden 26-28; Neue Abcstrasse 12a; Admiralitätsstrasse 2
Inhaber: Peter C. Lüders
Bestand: 1918-1943
Charakteristik: Kunsthandlung
NEUE GALERIE HAMBURG
GALERIE SALZEN
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Neuer Wall 72
Inhaber: Carl von Salzen
Bestand: (1924)
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNSTHAUS DER ROTE BAUM
DER ROTE BAUM
Adresse: HAMBURG, (Freie und Hansestadt Hamburg), Rotenbaumchaussee
Inhaber: Hans Berthold Klamt
Bestand: 1920(-1921)
Charakteristik: Kunsthandlung
VERLAG FÜR GRAPHIK VICTOR SINGER
KUNSTANTIQUARIAT UND VERLAG FÜR GRAPHIK VICTOR SINGER
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Neuer Wall 9; Oberstrasse 1
Inhaber: Victor Singer
Bestand: (1910-1935)
Charakteristik: Kunsthandlung, Graphikverlag, Kunstantiquariat
WILHELM TEBJE
FLUGHAFEN-KUNSTHANDLUNG WILHELM TEBJE
Adresse: HAMBURG-FUHLSBÜTTEL, (Freie und Hansestadt Hamburg), Hermann Löns-Weg 65; Neuer Wall
Inhaber: Wilhelm Tebje
Bestand: Gründung 1935
Charakteristik: Kunsthandlung
THESING & CO. ALTE UND NEUE KUNST
Adresse: HAMBURG, Freie und Hansestadt Hamburg, Schmilinskystrasse 8
Inhaber: Thesing & Co. (Arnold Thesing, A. O. H. Roeder)
Bestand: 1922(-1927)
Charakteristik: Kunsthandlung
HANNOVER
SACHSE & HEINZELMANN
SACHSE & HEINZELMANN’S KUNSTSALON
SACHSE & HEINZELMANN G. M. B. H.
Adresse: HANNOVER, Preussen/Provinz Hannover (Niedersachsen), Georgstrasse 22 (1890-1943)
Inhaber: Sachse & Heinzelmann (1880-1887); Otto Heinzelmann (1887-1906); Sachse & Heinzelmann G. m. b. H. (seit 1906)
Mitarbeiter: Otto Heinzelmann, Berthold Bedcke, Adolf Seemeyer, Robert Jockusch (Geschäftsführer); Herta Heinzelmann (Leiterin der Kunstabteilung)
Bestand: 1880-heute
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Antiquariat
SCHMORL & VON SEEFELD NACHF.
Adresse: HANNOVER, Preussen/Provinz Hannover (Niedersachsen), Bahnhofstrasse 14
Inhaber: Georg Knothe (seit 1890), Oskar Schmorl (seit 1904)
Bestand: 1852-heute
Charakteristik: Buchhandlung
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
Adresse: KARLSRUHE, Baden (Baden-Württemberg), Kaiserstrasse 96 (1917 umnummeriert auf Kaiserstrasse 187)
Inhaber: Friedrich, Iwan, Babette und Max Moos, später Friedrich und Iwan Moos
Bestand: Gründung 1902 als Kunstverlag, 1914-1936 als Kunsthandlung
Charakteristik: Galerie, Kunsthandlung, Verlag, Auktionen
KIEL
LIPSIUS & TISCHER
KUNSTSALON LIPSIUS & TISCHER
Adresse: KIEL, Preussen/Provinz Schleswig-Holstein (Schleswig-Holstein), Falckstrasse 9
Inhaber: Gottfried Heinrich Lipsius, Herr Tischer (ab 1876); Gottfried Heinrich Lipsius (ab 1877); Hanns Lipsius, Fritz Lipsius (ab etwa 1913)
Bestand: 1876-2006
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Kunsthandlung, Leihbibliothek, Verlag
TOM KYLE
KUNSTHAUS „TOM KYLE“
THESING & CO. ALTE UND NEUE KUNST
Adresse: KIEL, Preussen/Provinz Schleswig-Holstein (Schleswig-Holstein), Dänische Strasse 9; Filiale in HAMBURG, Schmilinskystrasse 8
Inhaber: Thesing & Co. (Arnold Thesing, A. O. H. Roeder)
Mitarbeiter: Richard Blunck, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer
Bestand: 1921-1925
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNSTHANDLUNG WILHELM ABELS
KUNSTHANDLUNG UND RAHMENFABRIK WILHELM ABELS
KUNSTHANDLUNG W. ABELS
WILH. ABELS
KUNSTHANDLUNG WILH. ABELS
KUNSTHANDLUNG ABELS G. M. B. H.
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Schildergasse 3-7; Schildergasse 107-109
Inhaber: Wilhelm Abels; Kunsthandlung Abels G. m. b. H.
Mitarbeiter: Walter Klug (künstlerischer Leiter 1910-1913)
Bestand: 1900-1916
Charakteristik: Kunsthandlung, Rahmenhandlung, Rahmenfabrik
GALERIE DR. BECKER & ALFRED NEWMAN
GALERIE DR. BECKER & NEWMAN
GALERIE DR. BECKER - NEWMAN
DR. A. BECKER UND ALFRED NEWMAN
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Unter Fettenhennen 11 (ab 1925); Wallrafplatz 2 (bis Juni 1930; Wallrafplatz 4 (ab 1. Juli 1930)
Inhaber: Dr. Andreas Becker, Alfred Newman
Mitarbeiter: Aloys Faust; Luise Straus-Ernst
Bestand: 1925-1937
Charakteristik: Kunsthandlung
BÜCHERSTUBE AM DOM G. M. B. H.
GRAPHISCHES KABINETT DER BÜCHERSTUBE AM DOM
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Domhof 1 (Bücherstube); An der Rechtsschule 20-22 (Graphisches Kabinett)
Inhaber: Rudolf und Inge Metzger (1931-1932), Dr. Hans Melchers (ab 1931); Albert Schulze-Vellinghausen (ab 1932)
Geschäftsführer: Hanns Arens (1931-1932), Dr. Hans Melchers (ab 1931), Hanns Meyer (ab 1932), Albert Schulze-Vellinghausen (ab etwa 1935)
Gründung 1931
Charakteristik: Buchhandlung, Galerie
BÜCHERSTUBE AM WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Drususgasse 11
Inhaber: G. m. b. H.
Mitarbeiter: Hans Theodor Joel, Reinhard Rosenthal (Geschäftsführer1920-1924) Richard Schloss (Geschäftsführer ab etwa1925)
Bestand:1920-(1926)
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung, Antiquariat
DR. HERMANN BURG
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Salomonsgasse 5 (1920); Breitestrasse 3 (1921); Domhof 8 (1922); Ab 1928: BERLIN, Friedrich Ebertstrasse 5
Inhaber: Dr. Hermann Burg
Bestand: 1920(-1930)
Charakteristik: Kunsthandlung
CASSIRER
GEMÄLDEGALERIE DES KÖLNISCHEN KUNSTVEREINS
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Domkloster 3, 1. Etage
Inhaber: Paul Cassirer
Mitarbeiter: Walter Klug
Bestand: 1913-1914
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstausstellung
v. ELSNER & SPIEKERMANN
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Minoritenstrasse 21; Wallrafplatz 3
Inhaber: von Elsner, Arnold Spiekermann (1908-1912); Arnold Spiekermann (1912-1913); Arnold Spiekermann, Wilhelm Goyert (1913-1918)
Bestand: 1908-1918
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstverlag
KUNSTHAUS GOYERT
KUNSTHANDLUNG WILHELM GOYERT
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Minoritenstrasse 21 (1919-1931); Minoritenstrasse 9 (1932-1934); Breitestrasse 1 (um 1934); Hohe Strasse 97-99 (1934-1943). Zweigstellen in Köln: Drususgasse 5-7 (1920-1922); Friesenplatz 15 (ab 1922); Unter Fettenhennen 11 (um 1925); Ludwigstrasse 18 (um 1926); Filialen ausserhalb von Köln (bis 1925): Neuenahr (Rheinprovinz), Witten an der Ruhr (Westfalen), Stuttgart (Württemberg)
Inhaber: Wilhelm Rudolf Goyert
Mitarbeiter: Gertrud Goyert, Ludwig Leufgens (Prokuristen)
Bestand: 1918-1943; 1945 bis zur Gegenwart
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstgewerbehandlung, Kunstverlag, Rahmenhandlung
Als Mustereintrag am Beginn der Seite
DR. JAFFE-ALICE GUTTMANN
GALERIE DR. JAFFE
DR. JAFFE ALTE KUNST MODERNE KUNST UND DR. BECKER-NEWMANN
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Minoritenstrasse 21; Unter Fettenhennen 11/Burgmauer 2
Inhaber: Dr. Otto Erich Jaffe, Alice Guttmann (ab 1924); Dr. Otto Erich Jaffe (um 1927)
Bestand: 1924- (1931)
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNSTSALON LENOBEL
KUNSTSALON LENOBEL G. M. B. H.
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Kreuzgasse 22 (1905-1909); Friesenplatz, Hansahaus (1909-1911)
Inhaber: Richard Lenobel; Kunstsalon Lenobel G. m. b. H.
Bestand: 1905-1911
Charakteristik: Kunsthandlung
DER NEUE BUCHLADEN
Adresse: KÖLN, Preussen/Rheinprovinz (Nordrhein-Westfalen), Passage 53/Ecke Brückenstrasse/Hohestrasse
Inhaber: Karl Toelle
Mitarbeiter: Wilhelm Ehglücksfurtner
Bestand: 1924-1925
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung
KUNSTSALON RIESEMANN & LINTALER
KUNSTSALON RIESEMANN & LINTALER G. M. B. H.
Adresse: KÖNIGSBERG, Preussen/Provinz Ostpreussen (Kaliningrad/Калининград, Russland), Französische Strasse 5 (1907 bis etwa 1929); Bergplatz 15 (ab etwa 1929); Schiefer Berg 15 (ab etwa 1934)
Inhaber: Paul Riesemann, Max Lintaler; später eine G. m. b. H.
Mitarbeiter: Paul Riesemann, Max Lintaler (Geschäftsführer)
Bestand: 1907-1944
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Kunstsalon, Kunstverlag
BERNH. TEICHERT
KUNSTSALON TEICHERT
Adresse: KÖNIGSBERG i. Pr., Preussen/Provinz Ostpreussen (Kaliningrad/Калининград, Russland), Paradeplatz 1b (1889-1894); Grosse Schlossteichstrasse 8 (1894-1944)
Inhaber: Bernhard Teichert (1889-1934); Bernh. Teichert’s Erben (1934-1938); Offene Handelsgesellschaft (Gesellschafter: Emmeline Grickschat, Dr. Wilhelm Teichert, Gertrud Völcker geb. Teichert)
Mitarbeiter: Dr. Paul Teichert (Prokurist)
Bestand: 1889-1944
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Verlag
LEIPZIG
GALERIE BARCHFELD
KUNSTSALON HEINRICH BARCHFELD
Adresse: LEIPZIG, Sachsen, Kronprinzstrasse 29 (1924); Schillerstrasse 7 (ab 1924/25)
Inhaber: Heinrich Barchfeld
Bestand: Gründung um 1924
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstsalon
PIETRO DEL VECCHIO
GALERIE DEL VECCHIO
Adresse: LEIPZIG, Sachsen, Markt 9/10 (bis 1900); Markgrafenstrasse 1 (1900-1943)
Inhaber: Andreas Fischer, ab 1904 Andreas Fischer-Thorer (1900-1953)
Bestand: 1799-1953
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstverlag, Auktionen, Rahmenhandlung
F. W. HASCHKE
F. W. HASCHKE BUCH- UND KUNSTANTIQUARIAT
F. W. HASCHKE (FRITZ HASCHKE UND ERNST SCHULZ-BESSER)
Adresse: LEIPZIG, Sachsen, Wettinerstrasse 7; Tröndlinring 3; Gottschedstrasse 19; Löhrstrasse 2b; Schwägrichenstrassse 15; Wintergartenstrasse 10
Inhaber: Fritz W. Haschke (1910-1918); Fritz W. Haschke, Ernst Schulz-Besser (1918-1927); Fritz W. Haschke (ab 1927)
Bestand: 1910-(1942)
Charakteristik: Buch- und Kunstantiquariat, Graphikhandlung
KUNSTSALON F. W. MITTENTZWEY-WINDSCH
F. W. MITTENTZWEY-WINDSCH
F. W. MITTENTZWEY & WINDSCH
F. W. MITTENTZWEY
WILH. MITTENTZWEY
JOHANNES WINDSCH VORM. WINDSCH-MITTENTZWEY
Adresse: LEIPZIG, Sachsen, Grimmaische Strasse 25, Filiale Ritterstrasse 1-3; Petersstrasse 3-6; Grimmaische Strasse 26
Inhaber: Wilhelm Mittentzwey, Emil Windsch
Bestand: Gründung 1895
Charakteristik: Rahmenfabrik, Kunsthandlung
CURT NAUBERT, ANTIQUAR
CURT NAUBERT, KUNSTHÄNDLER UND ANTIQUAR
Adresse: LEIPZIG-GOHLIS, Sachsen, Briestrasse 20 (1920-1939); Rossmarkt 8 II (ab 1940)
Inhaber: Curt Naubert
Bestand: Gründung 1920
Charakteristik: Kunstantiquariat, Kunsthandlung, Graphikhandlung
Adresse: LEIPZIG, Sachsen, Tröndlinring 3 (1919-1937); Pfaffendorfer Strasse 2 (1938); Körnerplatz 6 (1940)
Inhaber: Alfred Remmler (1919); Alfred Remmler, Willy Franke (bis 1928); Alfred Remmler (1929-1940)
Bestand: 1919-(1940)
Charakteristik: Kunsthandlung und Gemäldeausstellung
ERNST SCHULZ-BESSER
Adresse: LEIPZIG, Sachsen, Dittrichring 7
Inhaber: Ernst Schulz-Besser
Bestand: 1927-(1931)
Charakteristik: Buch- und Kunstantiquariat
LÜBECK
LUDWIG MÖLLER
Adresse: LÜBECK, Freie und Hansestadt Lübeck (Schleswig-Holstein), Hüxstrasse 17 (Verlag), Mühlenstrasse 45 (Kunsthandlung)
Inhaber: Ludwig Möller, Wilhelm Möller, Ludwig Resch
Bestand: 1874 (als Verlag), 1904 (als Kunsthandlung)
Charakteristik: Kunstverlag, Kunsthandlung, Commissionsbuchhandlung
BERNHARD NÖHRING
Adresse: LÜBECK, Freie und Hansestadt Lübeck (Schleswig-Holstein), Breite Strasse 61a, Breite Strasse 43 (um/nach 1930)
Inhaber: Bernhard Nöhring
Bestand: Gründung 1889
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Verlag
MAGDEBURG
HEINRICHSHOFEN’SCHE BUCH-, KUNST-, MUSIKALIEN- U. PIANOFORTE-HANDLUNG
Adresse: MAGDEBURG, Preussen/Provinz Sachsen (Sachsen-Anhalt), Breiter Weg 171-172
Inhaber: Wilhelm Heinrichshofen, Theodor Heinrichshofen, Adalbert Heinrichshofen, Otto Heinrich Noetzel
Mitarbeiter: Dr. Wilhelm August Luz (1925)
Bestand: 1796 (Buchhandlung und Verlag), 1863 (Kunsthandlung)
Charakteristik: Buchhandlung, Verlag, Musikalienhandlung, Kunsthandlung
Adresse: MANNHEIM, Baden (Baden-Württemberg), O 7, 14 (1912-1930); P 7, 18 (ab 1930)
Inhaber: Gebrüder Buck, Ernst Buck
Mitarbeiter: Sophie Jacobs (Prokuristin)
Bestand: 1912(-1936)
Charakteristik: Galerie, Kunsthandlung, Verlag
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
MÜNCHEN
GALERIE BAUM
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Schwanthalerstrasse 99 (1910); Maximilianstrasse 32 (1912/13); Odeonsplatz 1 (1916-1925)
Inhaber: Emil Baum (1911-1920); Eva Baum (1920-1925)
Zweigstelle: Leipziger Kunstsalon, Leipzig, Thomasring (ab 1917 Dittrichring) 13
Zweigstelle: Bad Kissingen, Salinenpromenade 47
Bestand: 1910-(1930)
Charakteristik: Kunsthandlung
DIE BÜCHERKISTE BACHMAIR & CO.
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Kurfürstenstrasse 8
Inhaber: Heinrich Franz Seraphikus Bachmair, Leo Scherpenbach
Mitarbeiter: Wilhelm Andreas von Schramm (Prokurist 1919-1921)
Bestand: 1919-1922
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung
OTTO WILHELM GAUSS
OTTO WILHELM GAUSS/KUNSTHANDLUNG
KUNSTHANDLUNG OTTO WILHELM GAUSS
KUNSTHANDLUNG GAUSS
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Lindwurmstrasse 17 (ab 1919); Marienstrasse 4 (1926); Rottmannstrasse 13 (1930); Königinstrasse 5 (ab 1936); Widenmayerstrasse 46 (ab 1946)
Inhaber: Otto Wilhelm Gauss
Bestand: 1919-1969
Charakteristik: Graphikhandlung
THEODOR HELLER VORM. J. LITTAUER
KUNSTHANDLUNG THEODOR HELLER AM ODEONSPLATZ
THEODOR HELLER KUNSTHANDLUNG AM ODEONSPLATZ
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Odeonsplatz 2
Inhaber: Theodor Heller
Bestand: Gründung 1. 1. 1936
Charakteristik: Kunsthandlung, Rahmenhandlung
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Königinstrasse 23
Inhaber: Alexander von Bernus
Bestand: 1917-1918
Charakteristik: Kunsthaus und Galerie mit Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen, Musik
ALBERT RIEGNER. KGL. BAYER. HOF-BUCH- UND KUNSTHÄNDLER
KUNST-SALON ALBERT RIEGNER
KUNSTSALON ALBERT RIEGNER
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Briennerstrasse 7 (1899); Residenzstrasse 25 (bis 1910)
Inhaber: Albert Riegner
Mitarbeiter: Adolf Alt
Bestand: 1896-1910
Charakteristik: Kunsthandlung, Auktionen
OTTO SCHMIDT-BERTSCH G. M. B. H.
MÜNCHNER KUNSTKABINETT
DER BUCHLADEN OTTO SCHMIDT-BERTSCH G. M. B. H.
Adressen: MÜNCHEN, Bayern, Schellingstr. 9 und Ludwigstrasse 26 (ab 1911)
Inhaber: Otto Schmidt-Bertsch, später G. m. b. H.
Mitarbeiter: Frau Dr. Zenta Nithack (Geschäftsführerin um 1920)
Bestand: Als Buchhandlung seit 1906, als Kunsthandlung 1910 (-1926)
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Kunstverlag, Kunsthandlung, Graphischer Kunstsalon
GEORG C. STEINICKE
GRAPHISCHES KABINETT GEORG C. STEINICKE
KUNSTSAAL STEINICKE
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Lindwurmstrasse 5a; Leopoldstrasse 23; Adalbertstrasse 15 (1914-1935)
Inhaber: Georg Carl Steinicke (1903-1910); Georg Carl Steinicke, Fritz Lehmkuhl (1910-1913); Georg Carl Steinicke (1914-1935)
Bestand: 1903-1935
Charakteristik: Buchhandlung, Antiquariat, Graphisches Kabinett
EDUARD WALZ ALTE UND NEUE GRAPHIK
ED. WALZ ALTE UND NEUE GRAPHIK
KUNSTHANDLUNG ED. WALZ
KUNSTANTIQUARIAT ED. WALZ
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Promenadeplatz 21 (1919-etwa 1930); Barerstrasse 46 (Zweiggeschäft um 1922); Adalbertstrasse 18 (um 1930/31); Amalienstrasse 38 (ab etwa 1932)
Inhaber: Dr. Otto Fischer, Reinhard Schmitz (1919-1921); Reinhard Schmitz (1921-1938); Anneliese Schmitz (ab 1938)
Bestand: 1919-(1942)
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstantiquariat, Graphikhandlung
DR. F. X. WEIZINGER & CO.
ALTE UND NEUE KUNST G. M. B. H.
Adresse: MÜNCHEN, Bayern, Sophienstrasse 6 (1913 bis etwa 1929); Arcisstrasse 23 (ab etwa 1929); Ottostrasse 3 und Arcostrasse 1 (1931)
Inhaber: Dr. Franz Xaver Weizinger, Edgar Wilhelm Lange, Karl Büchs
Bestand: Gründung 1913
Charakteristik: Kunsthandlung
GALERIE WIMMER & CO.
WIMMER & CO. K. B. HOFKUNSTHANDLUNG
Adresse: MÜNSTER, Westfalen (Nordrhein-Westfalen), Schwelingstrasse 2
Inhaber: Heinrich (Heinz) Koch, Mary Koch
Bestand: 1920-(1933)
Charakteristik: Kunsthandlung
OLDENBURG
ONCKEN
CARL G. ONCKEN’S HOF-KUNSTHANDLUNG
Adresse: OLDENBURG, Herzogtum Oldenburg, Freistaat Oldenburg (Niedersachsen), Achternstrasse 33, später Lange Strasse 3 (Haus Lappan)
Inhaber: Carl G. Oncken; Wilhelm Oncken (seit 1907)
Bestand: Gründung 1867
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstgewerbe, Verlag
PADERBORN
THIELE
THEODOR THIELE
Adresse: PADERBORN, Westfalen (Nordrhein-Westfalen), Markt 21
Inhaber: Geschwister Thiele, Geschäftsleiter Heinrich Thiele
Bestand: Gründung als Buchhandlung 1881
Charakteristik: Buchhandlung, Buchdruckerei
PLAUEN
KUNSTSALON RUDOLF NEUPERT
RUDOLF AURICH. KUNST- U. REISEBUCHHANDLUNG
Adresse: PLAUEN IM VOGTLAND, Sachsen, Bahnhofstrasse 4
Inhaber: Rudolf Neupert jun. (ab 1890); Rudolf Aurich (ab 1918)
Bestand: 1890-(1926)
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung, Verlag
REUTLINGEN
ACHALM-KUNSTHAUS HEINRICH REBENSBURG
Adresse: REUTLINGEN, Württemberg (Baden-Württemberg), Gartenstrasse 32
Inhaber: Dr. Heinrich Rebensburg
Bestand: 1918-1923
Charakteristik: Kunsthandlung und Verlag
STUTTGART
KUNSTHAUS BÜHLER
Adresse: STUTTGART, Württemberg (Baden-Württemberg), Sophienstrasse 33; Marienstrasse 24
Inhaber: Christian Bühler (seit 1905); Walter Bühler (seit 1939)
Mitarbeiter: Walter Bühler (seit 1932)
Bestand: 1905-heute
Charakteristik: Kunsthandlung
KUNSTHAUS FISCHINGER
Adresse: STUTTGART, Württemberg (Baden-Württemberg), Kronenstrasse 31
Inhaber: Ernst Fischinger; Herbert Fischinger
Bestand: 1893- heute
Charakteristik: Rahmenhandlung, Galerie, Kunsthandlung
PERMANENTE KUNSTAUSSTELLUNG INHABER FELIX FLEISCHHAUER
FELIX FLEISCHHAUER
Adresse: STUTTGART, Württemberg (Baden-Württemberg), Büchsenstrasse 19
Inhaber: Adolf Pressel, Otto Kusch
Bestand: (1909-1913)
Charakteristik: Rahmenhandlung, Kunsthandlung
LUDWIG SCHALLER
L. SCHALLER
KUNSTHAUS SCHALLER
L. SCHALLER G. M. B. H.
L. SCHALLER K. G.
Adresse: STUTTGART, Württemberg (Baden-Württemberg), Marienstrasse 14
Inhaber: Ludwig Schaller; Emil und Max Schaller; L. Schaller G. m. b. H. (1921-1937); L. Schaller K. G. (persönlich haftender Kommanditist Walter Zluhan ab 1937)
Mitarbeiter: Dr. Hans Otto Schaller (Prokurist 1913-1917); Gustav Stotz (Ausstellungsleiter 1917-1921); Walter Schempp (Prokurist 1922-1925); Walter Zluhan (Prokurist ab 1925);
Wilhelm August Luz (Mitarbeiter bis etwa 1925); Wolf Graf Baudissin (Mitarbeiter um 1927); Fritz C. Valentien (um 1930)
Bestand: 1860-1999
Charakteristik: Buchhandlung, Kunsthandlung, Verlag, Rahmenhandlung
Dr. F. C. VALENTIEN
GALERIE VALENTIEN
Adresse: STUTTGART, Württemberg (Baden-Württemberg), Königstrasse 14
Inhaber: Dr. Fritz Cornelius Valentien
Bestand: 1933-heute
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstbuchhandlung
ULM
HERMELIN VERLAG
Adresse: ULM, Württemberg (Baden-Württemberg), Marktplatz 18a; ab etwa 1925: Berlin, Kurfürstendamm 232, später Prager Strasse 16, zuletzt Offenbacher Strasse 7
Inhaber: Jakob Hermelin
Bestand: 1922-1930
Charakteristik: Kunstverlag, Kunsthandlung
WEIMAR
BRODERSEN
TH. BRODERSEN & CO G. m. b. H.
Adresse: WEIMAR, Thüringen (Thüringen), Cranachstrasse 22
Inhaber: Theodor Brodersen
Bestand: (1907-1912); ab 1912 Hamburg
Charakteristik: Kunsthandlung
Ergänzungen, Korrekturen und Vorschläge
werden bis zur geplanten Publikation 2011
gerne entgegengenommen
WIESBADEN
KUNSTSALON AKTUARYUS
Adresse: WIESBADEN, Preussen/Provinz Hessen-Nassau (Hessen), Taunusstrasse 6
Inhaber: J. F. Aktuaryus
Bestand: (1905-1930)
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstsalon
GALERIE BANGER
RICHARD BANGER
R. BANGER
KUNSTSALON BANGER
Adresse: WIESBADEN, Preussen/Provinz Hessen-Nassau (Hessen), Taunusstrasse 6 (1895- 1903); Luisenstrasse 9 (ab 1903), Zweigstelle Wilhelmstrasse 8 (um 1927/1930); BAD NAUHEIM, Hessen (Hessen), Parkstrasse (ab 1910)
Inhaber: Richard Banger; Gustav Banger
Bestand: Gründung 1894
Charakteristik: Kunsthandlung
BÜCHERSTUBE AM MUSEUM
BÜCHERSTUBE AM MUSEUM GRAPHISCHE KUNST
Adresse: WIESBADEN, Hessen-Nassau (Hessen), Wilhelmstrasse 6
Inhaber: Fritz Gandenberger von Moisy (1921-1924), Dr. Walter Haeder (1921 bis etwa 1928), Hermann Kempf (1921 bis etwa 1931), ab etwa 1931 eine G. m. b. H.
Bestand: 1921-1935
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung
Adresse: WIESBADEN, Hessen-Nassau (Hessen), Wilhelmstrasse 6
Inhaber: Fritz Gandenberger von Moisy (1921-1924), Dr. Walter Haeder (1921 bis etwa 1928), Hermann Kempf (1921 bis etwa 1931), ab etwa 1931 eine G. m. b. H.
Bestand: 1921-1935
Charakteristik: Buch- und Kunsthandlung
KUNSTSALON IM HOTEL VIER JAHRESZEITEN
GRAEFES KUNSTSALON
Adresse: WIESBADEN Hessen-Nassau (Hessen), Scheffelstrasse 9
Inhaber: Dr. Felix Graefe
Bestand: 1911
Charakteristik: Alte und Neue Kunst, Kunstgewerbe
HEINRICH STAADT
GRAPHISCHES KABINETT HEINRICH STAADT
BUCH UND KUNST HEINRICH STAADT
Adresse: WIESBADEN, Hessen-Nassau (Hessen), Bahnhofstrasse 6; Wilhelmstrasse 18 (Zweigstelle)
Inhaber: Heinrich Staadt sen.; Heinrich Staadt sen., Heinrich Staadt jun.
Bestand: 1895 Übernahme einer 1878 gegründeten Buchhandlung durch Heinrich Staadt, 1919 Eröffnung eines Graphischen Kabinetts
Charakteristik: Buchhandlung, Verlag, Antiquariat, Kunsthandlung verbunden mit Graphischem Kabinett
WORPSWEDE
CAFÉ WORPSWEDE
KAFFEE WORPSWEDE
Adresse: WORPSWEDE, Hannover (Niedersachsen), Lindenallee 1
Mitarbeiter: Martin Goldyga (Leitung), Philine (Philippine) Vogeler (Leitung der Ausstellung)
Bestand: 1925 gegründet
Charakteristik: Kaffeehaus und Kunstzentrum mit angeschlossener Ausstellung
KUNST- UND KUNSTGEWERBEHAUS WORPSWEDE G. M. B. H.
KUNSTSCHAU PHILINE VOGELER
AUSSTELLUNG PHILINE VOGELER
KUNSTAUSSTELLUNG WORPSWEDE
Adresse: WORPSWEDE, Hannover (Niedersachsen)
Inhaber: G. m. b. H. (1906-1913), Geschäftsführer Franz Vogeler; Philine (Philippine) Vogeler; Philine (Philippine) Vogeler (ab 1915)
Bestand: Gründung 1906
Charakteristik: Kunsthandlung, Kunstgewerbehandlung